Droste-Festival 2021
Dunkle Magie auf Burg Hülshoff

Havixbeck -

Das Droste-Festival 2021 steht vom 23. bis zum 27. Juni unter dem Titel „Dark Magic“. Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich mit dem Irrationalen, Unsichtbaren und mit der Frage, wie Magie den Menschen im 21. Jahrhundert helfen kann, die Welt zu verstehen.

Montag, 29.03.2021, 18:14 Uhr
Vom 23. bis zum 27. Juni findet das Droste-Festival vor Ort auf Burg Hülshoff und mit digitalen Formaten statt.
Vom 23. bis zum 27. Juni findet das Droste-Festival vor Ort auf Burg Hülshoff und mit digitalen Formaten statt. Foto: Klaus de Carné

„Dark Magic“ – unter diesem Titel beschwört das Droste-Festival rund um Mittsommer das Magische der Gegenwart. Vom 23. bis zum 27. Juni beschäftigen sich auf Einladung des Center for Literature (CfL) zahlreiche Künstlerinnen und Künstler in Lesungen, Gesprächen, Filmvorführungen der Filmwerkstatt Münster , Workshops, Walks und Performances mit dem Irrationalen, Unsichtbaren und mit der Frage, wie Magie den Menschen im 21. Jahrhundert helfen kann, die Welt zu verstehen.

Das Droste-Festival auf der Burg Hülshoff setzt dabei in diesem Jahr auf hybride Formate, heißt es in der Ankündigung. Auf Burg Hülshoff, im Rüschhaus, dem neu eröffneten Lyrikweg und im Internet wird ein abwechslungsreiches Programm mit Veranstaltungen vor Ort und digitalen Formaten stattfinden.

Ein unsichtbares Virus, das leer gefegte Innenstädte, maskierte Gestalten oder Videoséancen mit körperlosen Gesichtern zur Folge hat – die Auswirkungen der Pandemie erinnern bisweilen an Szenarien aus Horrorfilmen. Schwer greifbare Bedrohungen spielen auch im Werk von Annette von Droste-Hülshoff eine zentrale Rolle, ebenso Aberglaube und Magie. In ihren Texten wimmelt es von unerklärlichen Ereignissen, Geistern und „Vorkiekern“ – Menschen mit dem zweiten Gesicht.

Die Verunsicherung, die mit den gesellschaftlichen Umbrüchen ihrer Zeit einherging, fand so über das Übernatürliche den Weg in ihr literari­sches Werk. Auch heute haben es die Menschen mit gesellschaftlichen Umbrüchen und damit verbundenen Verunsicherungen zu tun. Verschwörungsmythen zeigen, dass der Glaube an geheime Mächte alles andere als verschwunden ist. Durch das Coronavirus, aber auch Bewegungen wie #MeToo und #BlackLivesMatter sind einige der Machtmechanismen sichtbar geworden, die im Verborgenen das Zusammenleben prägen. Gleichzeitig ist vieles, was für Annette von Droste-Hülshoff wie Hexenwerk ausgesehen hätte, heute durch digitale Technik selbstverständlicher Teil des Alltags.

Was bedeutet Magie im 21. Jahrhundert, und kann sie helfen, die Welt besser zu verstehen? Die zum Droste-Festival eingeladenen Künstlerinnen und Künstler wie Natasha A. Kelly, Michael Roes, Dominic Robertson, Rike Scheffler, Marcel Beyer, John Burnside, Barbi Marković, Keith Zenga King, die Tanzpoeten, die Dead Ladies Show und Paradeiser Productions beschäftigen sich auf vielfältige Weise mit der Welt des Irrationalen, Unbekannten und Unsichtbaren.

 

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