Agrarpolitik der EU ist für Landwirte nicht nachvollziehbar
Grüne Wiese wird kurz „schwarz“

Havixbeck -

In Kürze wird Landwirt Franz-Josef Leifeld-Homann aus der Bauerschaft Schonebeck seine völlig intakte Wiese umpflügen und direkt danach wieder neu einsäen. Die EU-Agrarpolitik zwingt ihn alle fünf Jahre zu diesem widersinnigen Handeln. Anderenfalls würde seine Fläche den Status „Ackerland“ verlieren. Von Klaus de Carné
Mittwoch, 31.03.2021, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.03.2021, 06:00 Uhr
Franz-Josef Leifeld-Homann muss bis Ende Mai die grüne Wiese wieder umpflügen, so will es die EU, sonst verliert er den Ackerstatus.
Franz-Josef Leifeld-Homann muss bis Ende Mai die grüne Wiese wieder umpflügen, so will es die EU, sonst verliert er den Ackerstatus. Foto: Klaus de Carné
Wächst auf einem Acker länger als fünf Jahre durchgehend Gras oder Ackerfutter, wird er automatisch zu Dauergrünland. Nur das Umpflügen bewahrt Landwirte davor, den Ackerstatus für diese Flächen zu verlieren. Landwirt Franz-Josef Leifeld-Homann aus der Bauerschaft Schonebeck versteht die Welt nicht mehr. Er hat eine Ackerfläche als Grünland eingesät und nutzt diese als Weide. Die Bewirtschaftung läuft problemlos, nun kommt aber die Agrarpolitik der EU ins Spiel. Demnach muss er das wertvolle Grünland alle fünf Jahre umbrechen und neu einsäen, weil nur ein Umbruch (Umpflügen) den Ackerstatus erhält. Bis zum 15. Mai 2021 hat er dafür Zeit. Pflügen im Fünf-Jahre-Rhythmus In Schonebeck ist die Welt eigentlich noch in Ordnung.
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