Lüdinghausen
Ökonomie und Menschlichkeit in Einklang

Dienstag, 07.08.2007, 20:08 Uhr

Lüdinghausen . Für die Abteilung InduTex der Caritas-Werkstätten Nordkirchen begann gestern ein neues Kapitel. Mit einer Feierstunde wurden nach dem Umzug von der Hans-Böckler-Straße die neuen Räume an der Seppenrader Straße 54 eingeweiht. Mieter und Vermieter mussten sich gar nicht erst eine gute Zusammenarbeit versichern. Sie besteht schon seit acht Jahren. Die Firma Klapheck Marketing Service gehört zu den größten Auftraggebern von InduTex. Unter einem Dach soll die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem „kompetenten und zuverlässigen Partner“ noch effektiver werden, betonte Bernd Klapheck.

Die stellvertretende Landrätin Annemarie Dabbelt verurteilte die Entwicklung, dass der Mensch immer mehr als Wirtschaftsfaktor begriffen werde. Es könne nicht darum gehen, mit allen Mitteln der Leistungsgesellschaft zu entsprechen. Deshalb dankte sie dafür, dass mit Einrichtungen wie InduTex Ökonomie und Menschlichkeit in Einklang gebracht würden.

Bürgermeister Richard Borgmann bezeichnete die Eröffnung von InduTex am neuen Standort als freudigen Anlass für Lüdinghausen und als Mosaikstein für das gesamtstädtische Bild, das am vergangenen Sonntag mit der Ernennung als „lebenswerte Stadt“ gewürdigt worden sei.

Manfred Fellerhoff, Vorsitzender des Kreiscaritasverbandes, nahm in Begleitung seines Vertreters Valentin Kettelhake, des Geschäftsführers Thomas Appelt und des Leiters der Behindertenhilfe, Gregor Wortmann, an der Feierstunde teil. Er stellte fest, dass sich das Wohlfühlen am Arbeitsplatz auch auf die Arbeitsergebnisse auswirke.

Michael Wedershoven, Referatsleiter „Angebote der Behindertenhilfe“ beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, zitierte den Satz: „Der Mensch ist nicht die Summe seiner Defizite, sondern seiner Möglichkeiten.“ In diesem Sinne wollten auch Caritas- und Landschaftsverband sich nach ihren Möglichkeiten für die Förderung stark machen.

Den Dank der Belegschaft an alle, die zu dem gelungenen Werk beigetragen haben, brachten Franz Tappe, Vorsitzender des Werkstattrats, und Abteilungsleiter Hartmut Waldmann zum Ausdruck.

Bei der kirchlichen Segnung der neuen Räume hob Kaplan Andreas Floringer die Bedeutung der Arbeit für den Menschen als Ausdruck der Persönlichkeit und als Segen für die Mitmenschen hervor.

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