Lüdinghausen
SV Fortuna stellt die Weichen für die Zukunft

Donnerstag, 09.08.2007, 05:08 Uhr

Lüdinghausen . Außerordentliche Mitgliederversammlungen stehen oft im Schatten schlechter Vereinsereignisse . Kassenschieflagen oder Vereinsauflösungen geben gelegentlich Anlass, die Vereinsmitglieder „außer der Reihe“ zu Beschlüssen einzuberufen. Anders am kommenden Freitag, wenn der Vorstand des Sportvereins Fortuna Seppenrade seine Mitglieder und alle interessierten Mitbürger zu einer Versammlung ins Heimathaus bittet. Hier geht es dann um zukunftsweisende Weichenstellungen für die Infrastruktur des Dorfes Seppenrade. Im Klartext: Es geht um den vom Sportverein zu schulternden Eigenanteil der Sportanlagenfinanzierung.

„Nun geht ein langjähriger Entscheidungsprozess dem Ende zu, der nach dem Willen des Rates für Seppenrade eine städtebauliche Veränderung beziehungsweise Weiterentwicklung nun praktisch umsetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Die bisherige Sportanlage Naundrups Hof, die Anfang der 70-er errichtet wurde, wird zu Gunsten von Bauland aufgegeben, und als Ersatz entsteht an der Reckelsumer Straße eine neue, zeitgemäße Zweiplatz-Sportanlage mit neuen Sanitär- und Vereinsgebäuden. „Die jahrelangen, zähen Verhandlungen zwischen den Verantwortlichen der Stadt und des Sportvereins Fortuna haben nun auf der Zielgraden einen Kompromissvorschlag ergeben, der den Sportverein Fortuna Seppenrade als künftiger Nutzer bis an seine Grenzen (im Gesamtwert von annähernd 300 000 Euro) in die Mitverantwortung nimmt. Den Kompromissvorschlag trägt der amtierende Vorstand dennoch mit, da Seppenrade nach Lage der Realitäten nur so für seine Bevölkerung zu einer ordentlichen und auf die Zukunft ausgerichtete Sportanlage gelangt“, heißt es in der Erklärung des Vereins.

Für diese Lösung muss nun in der außerordentlichen Mitgliederversammlung die Zustimmung der Mitglieder eingeholt werden. Ein Dreisäulenmodell splittet den Eigenanteil des Vereines auf in einen garantierten Eurobetrag, einen über Spenden zu organisierenden Teil und als drittes in eine dauerhafte Übernahme von künftigen Bewirtschaftungsanteilen der neuen Sportanlage.

Die Stadt Lüdinghausen wird als Bauherr der neuen Sportanlage am Freitagabend durch Bürgermeister Richard Borgmann vertreten sein, der aus seiner Sicht das Projekt vertreten wird und zur Diskussion zur Verfügung stehen will.

Der Vorstand des SV Fortuna hofft, dass möglichst viele Bürger – auch Nichtmitglieder – am Freitag den Weg um 19.30 Uhr in den Rosengarten finden würden, um an dieser historischen Weichenstellung ihr Interesse zu zeigen.

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