Lüdinghausen
Lebendige Tradition des Erzgebirges

Freitag, 03.10.2008, 19:10 Uhr

Lüdinghausen . In das Westerzgebirge führte eine Bildungsreise der CDU-Senioren-Union. Ziel war zunächst Schwarzenberg . Ob beim Klöppel- oder Schnitzkursus im Schloss begegnete der Gruppe das traditionelle Erbe des Erzgebirges. Schwarzenberg ist bekannt für seine besondere Geschichte in den Nachkriegsjahren. Beherzte Bürger nahmen damals die Geschicke der Stadt in die Hand und kümmerten sich zunächst um die Versorgung der Einwohner und Flüchtlinge. Es entstand für sechs Wochen die Freie Republik Schwarzenberg.

Auf einem Felssporn, vom Schwarzwasser teilweise umschlossen, bilden Schloss und Kirche das Wahrzeichen der Stadt. Die im Barockstil erbaute St.-Georgenkirche ist berühmt für ihrer riesigen freitragenden Decke – ein Meisterwerk des Zimmermannshandwerks.

Im Normalspur-Eisenbahnmuseum Schwarzenberg erlebte die Reisegruppe im Lokschuppen die einmalige Nostalgie der Lokomotiven. Einer der Höhepunkte war die Fahrt mit der Erzgebirgs-Schmalspurbahn von Cranzahl nach Oberwiesenthal mit Auffahrt per Schwebebahn zu den Wintersportgebieten. Allerdings lag der Fichtelberg im dichten Nebel.

Zu einer Erzgebirgsrundfahrt gehört ein Stopp in Annaberg-Buchholz mit Besichtigung der St.-Annen-Kirche und des Frohnauer Hammers – ein altes, mit Wasserkraft betriebenes Hammerwerk. Annaberg-Buchholz ist der Ort, in dem Adam Ries (e), der bekannte Rechenmeister (1492 – 1559) gewohnt und gearbeitet hat; er ist auch hier beerdigt worden.

Im „Seiffener Winkel“ ist man im Weihnachtsland, denn von hier kommen Räuchermännchen, Nussknacker und vieles mehr. Die Gruppe nahm die Gelegenheit wahr, das dortige Spielzeugmuseum mit rund 3000 Exponaten zu besichtigen.

Freiberg, am Fuße des Osterzgebirges gelegen, war die letzte Station für die Lüdinghauser Senioren. Ein Gang durch die Altstadt lässt den ehemaligen Reichtum Freibergs erahnen. Bereits 1168 fand man durch Zufall das erste Silber. Sehenswert ist der Obermarkt mit dem spätgotischen Rathaus. Der Dom ist bekannt durch die goldene Pforte und durch die Silbermannorgel. Hier konnten Teilnehmer ein kleines Konzert hören.

Auf der Rückfahrt bedankte sich Raoul Traeger für die Mitreisenden bei den Organisatoren, vor allem bei Walter Hormann, für die gute Vorbereitung.

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