Lüdinghausen
Kubus mit „besonderer Qualität“ - neue Pläne für die Münsterstraße

Donnerstag, 05.03.2009, 10:03 Uhr

Lüdinghausen - Werden die Ideen von Investor Kühlkamp und Architekt Prof. Oskar Spital-Frenking umgesetzt, wird der Eingangsbereich zur Innenstadt an der Münsterstraße /Ecke Blaufärbergasse künftig eine „besondere Qualität“ haben Dort soll in viergeschossiger Bauweise ein Flachdach-Kubus entstehen, der das Stadtbild in diesem Bereich prägen würde. Zudem soll ein weiterer, dreigeschossiger Kubus gleich nebenan errichtet werden. Die Altsubstanz der Grundstücke Münsterstraße 25 und 27 sei im Wesentlichen abgängig, erklärte Spital-Frenking am Dienstagabend im Planungsausschuss. Dort stellte er das Bauvorhaben den Kommunalpolitikern vor.

Realität werden kann dies allerdings nur, wenn zuvor der Bebauungsplan „Münstergasse“ geändert wird. Und der sieht bislang lediglich eine Zweigeschossigkeit für das Eckgrundstück sowie eine geneigte Dachfläche vor. Spital-Frenking verwies allerdings auf den besonderen Reiz seiner Planung. Es werde städtebaulich ein „Akzent gesetzt, den man an dieser Stelle braucht“. Und damit nicht genug: Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite soll der bisherige Parkplatz mit einem viergeschossigen Kubus bebaut werden - ebenfalls von Investor Kühlkamp nach Plänen des Büros Spital-Frenking & Schwarz. Auch dafür muss der vorhandene Bebauungsplan „Münsterstraße-West“ geändert werden.

Harte Kost also für die Politiker. Seine Fraktion habe die Idee „relativ kontrovers diskutiert“, erklärte denn auch Christdemokrat Dr. Klaus Waldt . Dennoch findet der Entwurf „von seiner Qualität her die einhellige Zustimmung“ der CDU. Eine Entscheidung darüber solle aber „nicht aus der Hüfte heraus“ getroffen werden. Damit schloss er sich der Ansicht von Hubertus Voss-Uhlenbrock an. Der hatte für die SPD die Planung begrüßt, wollte aber auch einer Alternative eine Chance geben. Er befürchtete, dass die vorgestellte Idee „nicht Bürgerwille“ sei. Es bedürfe einer zweiten Planung. Einmütig war nach der intensiven Diskussion die Meinung der Parlamentarier. Die Entscheidung über das Projekt soll der Rat fällen.

Zuvor hatte Prof. Dieter Baumewerd, der die Stadt im Gestaltungsbeirat mit seiner Kompetenz unterstützt, die Ideen seines Berufskollegen ausdrücklich begrüßt. Eine Geschossminimierung der Eckbebauung nannte er eine „schlappe Lösung, kraft- und saftlos“. Auch Bürgermeister Richard Borgmann setzte sich für die Planung ein. Sie sei eine Chance, das Gebiet weiträumig zu entwickeln: „Es gibt Handlungsbedarf.“

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