Lüdinghausen
Bäckerei Geiping: Beispielhaft familienfreundlich

Dienstag, 16.06.2009, 20:06 Uhr

Lüdinghausen - Die Konkurrenz schläft nicht, aber in diesem Falle ist Nachmachen nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Kein Wunder: Einem guten Beispiel sollte man schließlich folgen. Und mit gutem Beispiel geht die Familienbäckerei Geiping voran. Gestern würdigten Landrat Konrad Püning , Bürgermeister Richard Borgmann und Dr. Jürgen Grüner, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Kreis Coesfeld, die Lüdinghauser Firma im Rahmen der Auszeichnungsreihe „Familienfreundlichkeit in Unternehmen“. Erstmals wurde dieser Preis im Rahmen des Projektes „Familie - Arbeit - Mittelstand im Münsterland“ überreicht. „Unser Ziel ist es, mit dieser Auszeichnung Nachahmer zu finden“, lobte Konrad Püning die Vorreiterrolle, die die Firma Geiping nunmehr inne hat.

Auf erziehende Mütter wird bei der Dienstplangestalt besonders Rücksicht genommen; Mitarbeiter bekommen einen Rabatt von 40 Prozent auf alle Backwaren, zu Belegschaftsfeiern sind die gesamten Mitarbeiter-Familien eingeladen - das sind nur drei Beispiele für die Familienfreundlichkeit des Unternehmens. „Sie sind ein guter Brötchengeber“, betonte Landrat Konrad Püning im Rahmen der Laudatio doppeldeutig. „Innovation, Qualität und Familienfreundlichkeit sind wichtige Säulen für den Erfolg dieses Unternehmens“, versicherte er. Püning rief auch andere Unternehmen dazu auf, mit den Mitteln der Familienfreundlichkeit gute Mitarbeiter zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Püning zitierte eine interne Umfrage, in der 94,4 Prozent der Mitarbeiter das Unternehmen als familienfreundlich bezeichnet hätten. 95 Prozent der Beschäftigten seien mit dem Arbeitgeber zufrieden.

„Die Stadt kann die Rahmenbedingungen für florierende Unternehmen und ein Plus an Beschäftigten schaffen. Aber der Rest muss vom Unternehmen kommen“, unterstrich Bürgermeister Richard Borgmann. Hier habe das Unternehmen den hervorragenden Rahmen geschaffen. Er zeigte sich froh darüber, dass man ein solches Unternehmen in den Stadtmauern habe.

Statt Aushilfskräfte zu beschäftigen, ist das Unternehmen zu Festanstellungen übergegangen. „Und damit sind wir gut gefahren“, unterstrichen Ulrike und Hubertus Geiping. Wichtige Entscheidungen würden nicht im „stillen Kämmerlein“, sondern im Kreis der leitenden Mitarbeiter getroffen, erläuterten die Geipings ihre Firmenpolitik. Ulrike und Hubertus Geiping betonten, dass „der Mitarbeiter bei uns kein Kostenfaktor“ sei, sondern ein wichtiges Glied im Unternehmen bildeten. Nur zufriedene Mitarbeiter könnten die Produkte auch gut verkaufen. Kein Wunder, dass mittlerweile mehrere Generationen von Mitarbeitern bei Geiping tätig sind und auch schon mehrere Ehen gestiftet wurden. Eine besondere Art von Familienfreundlichkeit also . . .

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