Lüdinghausen
Bild der Vielfalt Gottes

Sonntag, 07.06.2009, 19:06 Uhr

Lüdinghausen - „Der Chor ist unentbehrlich für unsere Gottesdienste - er ist ein wahrer Schatz und ein Bild für die Vielfältigkeit Gottes“, lobte Pfarrer Reinhard Kleinewiese den Kirchenchor St. Ludger, der am gestrigen Dreifaltigkeitssonntag sein 50-jähriges Bestehen mit einem prunkvollen Hochamt feierte. „Der Kirchenchor ist die Kerngruppe einer jeden Gemeinde und verkörpert die Melodie des dreifaltigen Gottes. Des Gottes, der Musik ist, der singt und von dem alles Leben klingt“ - in seiner Predigt knüpfte Kleinewiese das Band zwischen Musik und Dreifaltigkeitsfest.

Der Chor hatte für den Gottesdienst zum 50-jährigen Bestehen in sechsmonatiger intensiver Vorbereitungszeit unter der Leitung von Tobias Bredohl die Messe in G-Dur D 167 von Schubert einstudiert und präsentierte gemeinsam mit Mitgliedern der Bochumer Symphoniker und den Solisten Ariane Vesper (Violine), Reiner Ziesch (Trompete), Astrid Gerdsmann (Sopran), Thomas Iwe (Tenor) und Manfred Bühl (Bass) ein stimmgewaltiges Ensemble der Klänge. Mit ihrem Gloria-Gesang ließen die Sänger und Sängerinnen ihre Kirche erstrahlen und die Gemeindemitglieder angesichts des freudigen Klangs der Stimmen erschaudern.

Beim „Sanctus Benedictus“ bewiesen die Solisten gekonnt das Zusammenspiel ihrer einzelnen Melodien. Trommelwirbel, gepaart mit Trompetenklängen erzeugten durch ihren kraftvollen Schall eine greifbare Energie. „Gott singt als schönstes Stück die Liebe und das Glück. Er lädt uns alle ein, ein Ton von ihm zu sein.“ Kleinewiese würdigte als Präses des Chores dessen langjährige kontinuierliche Arbeit: „Jeden einzelnen von Ihnen schaut Gott an und ich sehe, wie jeder einzelne von Ihnen mit Freude und lachendem Herzen dabei ist. Im großen Zusammenspiel ihrer Stimmen ist Gott präsent.“

Der Pfarrer forderte seine Gemeindemitglieder auf, ihre Stimme zu erheben und das Herz durch die Vielfältigkeit der Musik erklingen zu lassen.

Pfarrer Günther Grothe, ehemaliger langjähriger Präses des Chores, zollte den Sängern seine Anerkennung: „Heute hat man gespürt: Es singt in uns allen. Die Chorarbeit ist ein entscheidender Weg dahin, nicht alleine zu sein.“ Die Gemeinde sang dem Chor mit „Viel Glück und viel Segen“ ein Ständchen und bekräftigte ihre große Zustimmung und Freude an der Chormusik durch abschließende Standing Ovations. Pfarrer Kleinewiese fasste diesen Eindruck treffend zusammen: „Wunderschön war es!“

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