Lüdinghausen
Warten aufs Geld

Donnerstag, 31.12.2009, 11:12 Uhr

Lüdinghausen - Wenn ein neues Jahr beginnt, steht für die Borkenberge-Gesellschaft stets der gleiche Wunsch ganz vorne auf der Liste: Verlängerung der Start- und Landebahn des Flugplatzes . Der Durchbruch gelang zwar vor Jahresfrist mit der Genehmigung durch die Bezirksregierung Münster, und erste Arbeiten hat der Betreiber des Verkehrslandeplatzes bereits durchgeführt, doch bei der Finanzierung des Großprojektes ist die Gesellschaft auf Hilfe des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums angewiesen.

„Das Antragsverfahren läuft weiter, nachdem wir im Jahr 2009 noch kein Geld bekommen haben“, beschreibt Gisbert Alfing, Geschäftsführer der Borkenberge-Gesellschaft, die Lage. Im Einklang mit der Gesamtplanung habe man mit eigenen Mitteln im Segelflugbereich bereits mit Erdarbeiten begonnen. Dazu gehörte auch das Roden von Baumbestand auf der 7,8 Hektar großen Erweiterungsfläche.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten im Osten des Verkehrslandeplatzes schon abgeschlossen sein, doch das Wetter spielte nicht mit. Im Startbereich des Segelflugbetriebs sind die Transport- und Startbahnen ausgeschachtet, und die erste Lage Schotter ist eingebracht. Die Asphaltierungsarbeiten stehen aber noch aus. Die Borkenberge-Gesellschaft hofft auf geeignete Witterung, um den Teilausbau Anfang 2010 abschließen zu können.

Mit dem neuen Jahr verknüpft die Gesellschaft ohnehin große Hoffnungen. „Wir sind auf die Mittel des Landes abgewiesen“, betont Jörn Assmann , Projektleiter der Ausbaumaßnahme. „Wir sind bisher mit Düsseldorf gut gefahren, und wir hoffen, dass es so bleibt“, setzt er darauf, dass 2010 Landeszuschüsse fließen. Die Gesamtkosten für die Verlängerung der Start- und Landebahnen liegen nach Assmanns Worten „über 500 000 Euro“. Trotz eines Regelfördersatzes von 40 Prozent bleibe für die Borkenberge-Gesellschaft ein stattlicher Eigenbetrag, unterstreicht Assmann, dass der Bauherr auf finanzielle Hilfe des Landes angewiesen ist.

Der Verkehrslandeplatz Borkenberge sei nicht nur Segelleistungsstützpunkt, sondern auch für den Geschäftsreiseverkehr attraktiv und somit ein Baustein für den Wirtschaftsstandort, betont Assmann.

Diese Aspekte hatte die Bezirksregierung berücksichtigt, als im November 2008 nach vierjährigem Antragsverfahren die Zustimmung zum Ausbau des Verkehrslandeplatzes erteilt wurde. Auslöser des Antrags waren Sicherheitsaspekte. Die Verlängerung der Start- und Landebahn für Motorflug von 671 auf 830 Meter und der dreibahnigen Start- und Landefläche für Segelflugzeuge von 980 auf 1095 Meter entspricht europäischen Normen. Die Borkenberge-Gesellschaft sieht in dem Ausbau, der wegen des Eingriffs in sensible ökologische Bereiche von Ausgleichsmaßnahmen begleitet wird, eine Bestandssicherung.

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