Lüdinghausen
Varus - und kein Ende

Sonntag, 21.03.2010, 11:03 Uhr

Lüdinghausen - Die Schlacht ist geschlagen, der Bücherschrank voll - doch der Kampf um die Varusschlacht ist noch lange nicht beendet! Die drei großen Ausstellungen zum Thema „2000 Jahre Varusschlacht“ in Haltern, Detmold und Kalkriese sorgten 2009 deutschlandweit für Furore. Vor diesem Hintergrund wird auch der Vortrag von Dr. Peter Kracht am kommenden Donnerstag (25. März) viele Interessierte ansprechen. Ab 19.30 Uhr referiert der Historiker im Rittersaal der Burg Vischering über Fakten und Vermutungen zur legendären Varusschlacht, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mehr als 400 000 Besucher sahen die Ausstellungen, die hochkarätige Exponate aus renommierten Museen der Welt zeigten. Doch eine Frage bleibt: Wo fand die Varusschlacht denn eigentlich statt? In Kalkriese geht man weiterhin davon aus, dort das Schlachtfeld des Jahres 9 nach Christus entdeckt zu haben. Einige Altertumsforscher bringen das Schlachtfeld von Kalkriese allerdings mit einem Gefecht des Jahres 15 nach Christus in Verbindung, als der römische General Caecina an den „Langen Brücken“ nur unter schweren Verlusten den Durchmarsch erzwang, heißt es weiter.

Dass in Kalkriese eine Schlacht stattgefunden hat, ist unstrittig. In Lippe strickt man weiter an der Theorie, dass die Schlacht im früheren Fürstentum geschlagen wurde - nicht am Hermannsdenkmal, sondern auf dem nahen „Winnfeld“.

Die Entdeckung eines weiteren antiken Schlachtfeldes im niedersächsischen Kreis Northeim (das allerdings ins 3. Jahrhundert nach Christus datiert wird) hat die Diskussion um die römische Präsenz in Germanien neu belebt. Und mittlerweile ist auch ein knapp 600 Seiten starkes Epos erschienen, das die Varusschlacht nach Halberstadt an den Harzrand verlegt. „Es bleibt spannend“, verspricht Kreisarchivarin Ursula König-Heuer, die den Vortrag organisiert hat.

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