Lüdinghausen
Einen Euro für die Leistung

Mittwoch, 16.03.2011, 10:03 Uhr

Lüdinghausen - Die Sporthalle an der Janacker­stiege soll als Leistungssporthalle gebaut werden. Der SC Union Lüdinghausen will die höheren Unterhaltungskosten, die gegenüber einer normalen Sporthalle anfallen, tragen. Um die zu erwartenden 25 000 Euro jährlich aufzubringen, soll der Monatsbeitrag der voll zahlenden Unionisten um einen Euro steigen.

Mit diesem Votum geht der erweiterte Vorstand des größten Lüdinghauser Sportvereins in die außerordentliche Mitgliederversammlung, in der über dieses für den Verein so wichtige Thema entschieden wird. „Der Vorstand steht einstimmig hinter diesem Vorhaben“, versicherte gestern Vorsitzender Jürgen Bornemann gegenüber den Westfälischen Nachrichten.

2,6 Millionen Euro würde eine „normale“ Dreifachsporthalle kosten. Verein und Stadt wollen 1,4 Millionen Euro drauflegen, um eine Leistungssporthalle zu bauen. Dieses Geld kommt vom Land beziehungsweise vom Landessportbund und nicht aus städtischen Mitteln oder aus dem Vereinstopf. „Wir bekommen das Geld nur, weil wir zwei Landes-Leistungsstützpunkte in Lüdinghausen vorweisen können“, so Bornemann. Die Stadt freut sich zwar über die Zuschüsse aus Düsseldorf, wehrt sich jedoch gegen die zu erwartenden höheren Unterhaltungskosten. Nach langen Verhandlungen zwischen Stadt und Verein erklärte sich Union bereit, diese kalkulierten 25 000 Euro pro Jahr zu übernehmen.

„Das ist eine einmalige Chance für den Verein“, sagt Bornemann. Der Verein profitiere nicht nur von den besonderen Möglichkeiten, die eine solche Halle bietet. Das Bonbon seien die zusätzlichen Trainingszeiten. Die Unionisten können ab 14 Uhr komplett über die Halle verfügen. Das schaffe Freiraum in anderen Hallen, Wartelisten könnten abgebaut werden, so Borneman. „Wir schaffen auf Jahre hinaus neue sportliche Möglichkeiten. Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen“, appelliert Bornemann an die Mitglieder, dem Anliegen zuzustimmen, auch wissend, dass eine Beitragserhöhung sicherlich alles andere als populär ist. Aber ein Euro sei für die vollzahlenden Mitglieder verkraftbar. Der Familienbeitrag sei von dieser Anhebung nicht tangiert. Und: Die Beitragserhöhung fällt erst dann an, wenn die Halle auch fertiggestellt und benutzbar ist.

Bis dahin kann es noch dauern, denn die Stadt hat für 2011 lediglich die Planungskosten im Etat. Das Grundstück muss sich die Stadt noch durch ein Umlegungsverfahren sichern.

Und was ist, wenn die Mitgliederzahlen des Vereins dramatisch in den Keller gehen und deutlich weniger Unionisten die jährlichen Bewirtschaftungskosten übernehmen müssen? „Dann springt die Stadt ein“, verweist Bornemann auf Zusagen aus dem Rathaus.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/133577?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F697754%2F697771%2F
Die alte Leier: Preußen Münster spielt in Meppen wie ein Absteiger
Münsters Ole Kittner (rechts) blockt in dieser Szene Meppens Torschützen Deniz Undav ab.
Nachrichten-Ticker