Lüdinghausen
Hilferuf der Fußballer

Mittwoch, 28.12.2011, 07:18 Uhr

Lüdinghausen - „Es sind immer weniger Leute bereit, Aufgaben, seien sie auch nur von geringem Umfang, zu übernehmen. Sie lassen sich stattdessen vielmehr ein Stück weit bedienen“, beschrieb Ralf Hönicke , Abteilungsleiter Fußball des SC Union 08, den aus Sicht der Führungscrew gesehenen Ist-Zustand der Abteilung.

Die Fußballabteilung habe derzeit knapp 780 Mitglieder, die Aufgaben lägen im Moment auf den Schultern von vier bis sechs Leuten. „Nur 0,5 Prozent der Mitglieder sorgen dafür, dass das Umfeld stimmt“, ist dieser Zustand für Ralf Hönicke und seine Vorstandskollegen indiskutabel. Der Abteilungsvorstand startete daher einen „ Hilferuf “ in Richtung Vereinsmitglieder und Eltern, und das am vergangenen Dienstagabend in Form einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Zu dieser Versammlung waren nicht nur die aktiven und passiven Wahlberechtigten, sondern auch alle dem Fußballsport beim SC Union 08 verbundenen Mitglieder ins Vereinsheim am Westfalenring eingeladen. Die Moderation des Abends hatte Anne Orthmann übernommen. Sie rief die Mitglieder dazu auf, den Abend zu einer offenen Aussprache zu nutzen, aber auch dazu, Verantwortung zu übernehmen.

Abteilungsleiter Hönicke erhoffte sich von dem Abend eine Initialzündung. Ihm ging es nicht allen darum, dass jemand 20 oder 30 Stunden in der Woche etwas für den Verein tut, es sollten vielmehr Aufgabenfelder geschaffen werden, die klar umrissen sind, in die sich jeder nach persönlicher Neigung, bestimmter Fertigkeiten und Fähigkeiten einbringen könne. Des Weiteren möchte Hönicke die „Elternarbeit“ forciert wissen. Eltern sollten sich über den E-Jugendbereich hinaus aktiver am Vereinsleben beteiligen, sei es beispielsweise beim Fahrdienst, beim ehrenamtlichen Verkauf oder bei der Trikotwäsche.

Wie von Anne Orthmann gewünscht, wurde im Verlauf der Versammlung Klartext geredet. Eine der Hauptforderung der Mitglieder war, die Rahmenbedingungen innerhalb der Fußballabteilung zu verbessern. Cliquenwirtschaft wurde angeprangert, Ehrlichkeit und Wertschätzung im Umgang miteinander eingefordert, ebenso die Optimierung der Kommunikation untereinander, eine bessere Organisation des Spielbetriebs und anderes mehr.

Um die große Aufgabenvielfalt im Gesamtbereich der Abteilung abdecken zu können, müssten nach Ansicht von Ralf Hönicke noch mindesten zehn weitere Personen an Bord geholt werden. Ein kleiner Lichtblick für den Hauptabteilungsleiter: Einige Mitglieder erklärten sich spontan bereit, den Abteilungsvorstand dahingehend zu unterstützen, als Transporteure zu fungieren, um Kontakte zu potenziellen Helfern herzustellen.

Die Helfer könnten vielleicht schon am 10. September in Aktion treten, wenn die Fußballabteilung des SC Union zwischen 11 und 18 Uhr mit allen Altersgruppen auf dem Westfalenring den „Tag des Unionfußballs“ durchführt.

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