Ein Tag ganz ohne Fleisch
WN4You befragte Jugendliche zu ihrer Meinung über einen „Veggie-Day“

Lüdinghausen -

„Einen vegetarischen Tag in der Woche? Das kann ich mir nicht so gut vorstellen.“ So oder ähnlich lauten die meisten Aussagen der Jugendlichen, die WN4YOU zu dem Thema „Veggie-Day“ befragt haben. Dabei ist die Stadt Münster bereits auf gutem Wege, den Donnerstag zu einem fleisch- und fischlosen Tag zu machen. Besonders aus Umweltgründen scheint diese Entscheidung gefallen zu sein – allerdings muss man dafür erst einmal möglichst viele Leute für das Projekt gewinnen. Kein Problem: 1600 Münsteraner und Münsteranerinnen haben schon ihre Unterschrift und somit ihr Einverständnis gegeben, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Freitag, 21.10.2011, 10:10 Uhr

Und Lüdinghausen ? Die Jugendlichen scheinen sich weitgehend einig zu sein. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein ,Veggie-Tag‘ sinnvoll wäre. Ich glaube einfach nicht, dass Männer sich freiwillig ohne Fleisch ernähren würden, wenn auch nur einen Tag lang. Bei Frauen wäre das vielleicht eher möglich“, sagt eine 16-jährige Lüdinghauserin. Ob sie selbst daran teilnehmen würde? Da schüttelt sie nur den Kopf.
Auch der 13-jährige Cedric hält nicht viel davon: „Das bringt einfach nichts.“ Louis (15) schließt sich seiner Meinung an, zeigt aber deutlich mehr Interesse an einem vegetarischen Donnerstag. „Für die Umwelt ist das natürlich sehr gut. Aber ohne Fleisch ginge für mich nicht.“ Und was wäre mit einem fleischlosen Tag einmal im Monat? „Das schon eher“, überlegt er daraufhin.
Nur bei der 17-jährigen Janine stößt das Projekt auf volle Zustimmung. „Es wird täglich sehr viel Fleisch gegessen, da könnte ein fleischloser Tag von Vorteil sein“, sagt sie. „Es ist etwas Gemeinsames, das verbindet, und gerade das könnte der Umwelt wirklich helfen.“ Damit liegt die Schülerin vollkommen richtig; denn bei der Verarbeitung von tierischen Produkten entstehen viel mehr Treibhausgase als bei der pflanzlichen Lebensmittelproduktion, beweisen die Zahlen der Fachleute.
Sarah weiß um diesen Aspekt, spricht sich allerdings trotzdem dafür aus, dass die Entscheidung, was man täglich zu sich nimmt, einem selbst überlassen sein sollte. Die Idee an sich sei allerdings gut.
Auf die Frage, ob sie selbst bei einem solchen Projekt mitmachen würde, ist die 18-Jährige unsicher, antwortet aber schließlich, dass sie schlecht auf das morgendliche Brot mit Wurst verzichten könne.

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