Ein Pfarrer für alle
Benedikt Elshoff mit symbolträchtigem Gottesdienst in sein Amt eingeführt

Lüdinghausen -

Ein geschichtsträchtiger Tag für ganz Lüdinghausen: Mit Benedikt Elshoff haben die Kirchengemeinden in den beiden Ortsteilen Lüdinghausen und Seppenrade erstmals einen gemeinsamen Pfarrer. Gestern wurde der von Bischof Dr. Felix Genn berufene Seelsorger in einem symbolträchtigen Gottesdienst in sein neues Amt eingeführt. Elshoff war sich der anstehenden Aufgabe, aus zwei Orten eine Gemeinde im besten Sinne zu formen, bewusst: „Wenn ich Lüdinghausen sage, dann meine ich damit auch St. Ludger und St. Dionysius.“ Und eine passende Antwort auf die auch im Gottesdienst offen angesprochenen häufigen Wechsel in der Leitung der Pfarrgemeinde St. Felizitas hatte Elshoff ebenfalls: „Ich habe einen tollen Abschied in Kalkar erlebt. Da hatte ich Tränen in den Augen – so etwas brauche ich nicht öfter.“

Sonntag, 27.11.2011, 20:11 Uhr

Wer gestern zu spät kam, für den gab es nur noch Stehplätze in der Pfarrkirche St. Felizitas . Zahlreiche Vereine erwiesen dem neuen Hirten mit Fahnenabordnungen ihre Referenz. Symbolträchtig auch die „Zusammensetzung“ des Chores: Mitglieder aller drei katholischer Kirchenchöre sorgten unter Leitung von Thomas Kleinhenz für die musikalische Gestaltung des Einführungsgottesdienstes, der gemeinschaftlich von zahlreichen Seelsorger zelebriert wurde. Auch aus Kalkar , Elshoffs vorheriger Gemeinde, waren zahlreiche Gläubige und Seelsorger gekommen, um ihn auf seinem Weg ins neue Amt zu begleiten.

Die offizielle Amtseinführung übernahm Dechant Bernd de Baye. Auch er schloss sich gerne der heiteren und gelösten Stimmung an, die während des gesamten Gottesdienstes zu spüren war: „Zumindest die Lüdinghauser haben in Sachen Pfarreinführung reichlich Erfahrung“, schmunzelte der Seelsorger ironisch. Sein Dank galt auch dem Pfarrverwalter Pfarrer Thomas Mappilaparambil: „Es ist alles gut gegangen – ich habe nichts gehört.“

In seiner Ansprache erläuterte Elshoff nicht nur seinen Optimismus, mit dem er in die Zukunft blickt. Er unterstrich auch seine Unvoreingenommenheit gegenüber den beiden Gemeindeteilen. Freundschaftliche Zusammenarbeit kündigte er der Evangelischen Gemeinde an. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team“, versicherte der Seelsorger mit Blick auf den Mitarbeiterstamm in den beiden Gemeinden. Die offenen Arme, mit denen man den Seelsorger erwarte, unterstrichen auch Dr. Norbert Kersting (St. Dionysius) und Friedhelm Theveßen (St. Felizitas) für die Pfarrgemeinderäter. „Offene Arme“ war auch das Stichwort für Stephan Kreutz von der Evangelischen Gemeinde: „Es ist wunderbar, dass Sie hier sind.“

„Die Zusammenführung der beiden Gemeinden hat durch Sie ein Gesicht bekommen“, charakterisierte stellvertretender Bürgermeister Artur Friedenstab die Bedeutung des ersten Adventssonntages. Für diese Aufgabe wünschte er Elshoff viel Kraft.

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