Treff für Wohnmobilisten
Stadt will Entsorgungsstation am Hallenbad einrichten

Lüdinghausen -

„Das ist klassische und relativ preisgünstige Wirtschaftsförderung – mit geringem Investitionsbedarf wird ein großer Effekt erzielt.“ So umschreibt Martin Bußkamp, Geschäftsführer von Lüdinghausen Marketing die Intention, mit der am Hallenbad eine Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile eingerichtet werden soll. Schon jetzt ist der Parkplatz regelmäßiger Treffpunkt für Wohnmobilbesitzer, die von dort aus die Region erradeln. Die Investition in eine solche Station wird das Interesse der Wohnmobilfahrer an der Steverstadt deutlich steigern, sind sich Bußkamp und Christine Karasch einig.

Samstag, 03.12.2011, 14:12 Uhr

Die Beigeordnete erläuterte gegenüber den WN, dass die Verwaltung für die Einrichtung einer solchen Versorgungsstation Geld in den Haushaltsentwurf einstellen wolle.

An einem ausgewiesenen Wohnmobil-Stellplatz haben die Touristen die Möglichkeit, sich mit Elektrizität und Frischwasser zu versorgen. Außerdem kann dort Schmutzwasser entsorgt werden. In der Regel wird eine solche Versorgungsstation über einen Münzeinwurf aktiviert. Wohnmobilisten fahren außerdem gerne Hallenbäder an, um dort zu schwimmen und zu duschen. Am Klutensee-Bad werden also mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

„Die Kaufmannschaft, die Gastronomie, das Hallenbad und der Tourismus – alle profitieren von einem solchen Stellplatz“, ist sich Christine Karasch sicher. Sie verweist auch darauf, dass nicht nur Lüdinghausen Marketing schon lange auf eine solche Versorgungsstation drängt. Auch der Bad-Betreiber habe sich dafür ausgesprochen. Kein Wunder: Am Hallenbad in Werne befindet sich eine ähnliche Anlage. Angesichts des großen Zuspruchs der Wohnmobilisten wurde sie erst kürzlich erweitert.

„Wohnmobilisten treffen sich an den Stellplätzen wie Pfadfinder am Lagerfeuer“, ist Martin Bußkamp von der „Zugkraft“ solcher Abstellplätze überzeugt. Wenn Lüdinghausen über eine solche Anlage verfüge, würde sich das in Insiderkreisen schnell herumsprechen. Als Fachmann in Sachen Marketing und Tourismus weiß Bußkamp genau, was er an den Wohnmobilfahrern hat: Pro Person und Tag geben sie etwa 40 Euro in der Stadt aus, weiß die Statistik.

Aber was kostet der „Spaß“? Christine Karasch rechnet mit Kosten in Höhe von 25 000 Euro. Die Stadt hofft allerdings, dass sich Sponsoren aus der Ver- und Entsorgungsbranche finden, die sich an den Kosten beteiligen.

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