Ortsunion Seppenrade und Stadtratsfraktion im Clinch
Pilgrim-Plan: Reizthema in der CDU

Lüdinghausen -

Die Überplanung des ehemaligen Pilgrim-Ziegeleigeländes entwickelt sich immer mehr zu einem Politikum – und zu einem innerparteilichen Reizthema für die CDU.

Freitag, 03.02.2012, 11:02 Uhr

Das Thema Florapark und die Überplanung des ehemaligen Pilgrim-Ziegeleigeländes entwickelt sich immer mehr zu einem Politikum – und zu einem innerparteilichen Reizthema für die CDU . So ist die CDU-Ortsunion Seppenrade mit dem Vorgehen der CDU-Stadtratsfraktion nicht einverstanden. Die Christdemokraten des Rosendorfs forderten jetzt die Fraktion schriftlich auf, das Aufstellungsverfahren für den Bebauungsplan für das Pilgrim-Gelände fortzusetzen – mit oder ohne Florapark. Am Montag soll das Thema in der Fraktion beraten werden.

Seit Jahren hat sich die Seppenrader CDU immer wieder mit dem Zustand des ehemaligen Ziegeleigeländes befasst und stets eine „Sanierung“ gefordert. „Das eingeleitete Verfahren bot eine echte Chance, den Schandfleck zu beseitigen“, erläuterte Anton Holz , Vorsitzender der CDU-Ortsunion Seppenrade, die Sicht der Christdemokraten des Rosendorfs. So hätten auch die Hüwelaner diese Entwicklung gesehen, mit denen man mehrfach gesprochen habe. Die Ortsunion sei von der Entscheidung im Planungsausschuss, der beschlossen hatte, das Bebauungsplanverfahren nicht fortzusetzen, überrascht worden. Anton Holz räumte im WN-Gespräch zwar ein, dass es innerhalb des Ortsunions-Vorstandes durchaus kritische Stimmen zu diesem Thema gab, grundsätzlich habe sich jedoch eine breite Mehrheit für eine Fortsetzung der Planung ausgesprochen. Ob diese Planung letztlich in die Ansiedlung des Floraparks münde, sei eine andere Sache. Aber: Mit dem Gartencenter könne man gut leben. Holz machte gestern keinen Hehl daraus, dass die Entscheidung im Planungsausschuss auf großes Unverständnis in Seppenrade gestoßen sei. Es sei sogar zu mehreren Parteiaustritten gekommen.

Auch beim Wirtschaftsgespräch am Mittwochabend war die Pilgrim-Planung ein unüberhörbares Thema, zumal Bürgermeister Richard Borgmann („Ich habe mir drei Mal überlegt, ob ich das Thema heute anschneiden soll“) unmissverständlich Stellung bezog. Er forderte die Mandatsträger dazu auf, die Entscheidung zu überdenken – auch mit Blick auf die Entwicklungen in den Nachbarorten.

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