Oskar Spital-Frenking gewinnt Architektenwettbewerb für neuen Euronics-Standort
Quadratisch, praktisch – verspielt

Lüdinghausen -

„Wir haben nicht die erstbeste, sondern die beste Lösung genommen“, war sich gestern Bürgermeister Richard Borgmann bei der Präsentation des Siegerentwurfs zur Ansiedlung des Elektronikfachmarkts Euronics XXL an der Konrad-Adenauer-Straße sicher.

Samstag, 17.03.2012, 09:03 Uhr

Neben den bereits bestehenden architektonischen Vorzeigeobjekten Modehaus Bruno Kleine und Edeka-Markt habe die Jury mit dem Entwurf des Lüdinghauser Architekten Prof. Oskar Spital-Frenking einen weiteren „Hingucker“ für diesen Standort gefunden.

Spital-Frenking selbst betonte, dass der Entwurf – ein 50 mal 50 Meter umfassender Kubus – eine Teamarbeit seines Büros sei. Das Objekt biedere sich nicht an die „signifikante Architektur der Umgebung“ an“, greife diese aber auf und „wirkt eigenständig“. Mit seiner geschlossenen, verklinkerten Sockelzone sowie der in verschiedene Ebenen gegliederten Dachlandschaft besitze es ein „Alleinstellungsmerkmal“. Quadratisch , praktisch – verspielt, mag da der Betrachter sagen.

„Er war von Beginn an mein Favorit, eine perfekt umgesetzte Idee“, sagte zu dem Entwurf Euronics-Geschäftsführer Frank Schipper . „Wir verkaufen Emotionen“ und diese greife die ansprechende Architektur des Gebäudes gekonnt auf. Immerhin 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche sollen Euronics XXL künftig zur Verfügung stehen. Rund 50 Prozent mehr als am bisherigen Standort an der Ascheberger Straße, so Schipper.

Insgesamt ist das Areal an der Konrad-Adenauer-Straße 6500 Quadratmeter groß, sagte Maximilian May vom Investor „May & Co Wohn- und Gewerbebauten“. Das Itzehoer Unternehmen hat sich auf den Bau unter anderem von Einkaufs- und Fachmarktzentren, Kauf- und Warenhäusern sowie Bau- und Gartenmärkten spezialisiert. Wenn alles nach Plan laufe, könnten Barbara und Frank Schipper ihren Fachmarkt Ende 2013 eröffnen. Über die Investitionssumme vermochte May noch keine Angaben zu machen.

Zu Beginn der Präsentation hatte Fachbereichsleiter Markus Gantefort den zweitplatzierten Entwurf des Architekten Arno Meyer sowie den drittplatzierten aus dem Büro Pfeiffer, Ellermann & Preckel vorgestellt. Insgesamt zehn heimische Architekturbüros waren zu dem begrenzten Wettbewerb eingeladen gewesen. Alle Entwürfe sind derzeit im Foyer des Rathauses ausgestellt und können dort in Augenschein genommen werden.

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