Borgmühlenrad steht vor der Fertigstellung
Heimatverein „dreht am Rad“

Lüdinghausen -

Der Heimatverein hofft, dass sich Ende des Jahres das neue Rad an der Borgmühle dreht. Die Pläne für die Stahlkonstruktion mit 3,85 Meter Durchmesser werden derzeit von der Firma Polenz umgesetzt.

Sonntag, 29.04.2012, 12:04 Uhr

Borgmühlenrad steht vor der Fertigstellung : Heimatverein „dreht am Rad“
Die Vertreter des Heimatvereins und der Stadt Lüdinghausen waren begeistert vom neuen Mühlrad. Foto: west

Der Heimatverein „dreht am Rad“ – genauer gesagt am Mühlrad. Und dabei ist Jürgen Polenz behilflich. In seiner Metall Manufaktur an der Hans-Böckler-Straße entsteht derzeit das Mühlrad, das voraussichtlich nach den Sommerferien an der Borgmühle installiert werden soll. Es ersetzt das alte Rad, das mittlerweile schon demontiert worden ist, da es völlig marode war. Der Vorstand des Heimatverein sowie Bauamtsleiter Markus Gantefort informierten sich gestern in den Werkshallen über den Stand der Arbeiten, schließlich stellt Polenz das Rad dem Verein und damit der Bürgerschaft als Geschenk zur Verfügung.

„Auch wenn Lüdinghausen nicht mehr steht, das Rad bleibt“, macht Polenz schmunzelnd auf die Qualität seiner Arbeit aufmerksam. Das Rad, das wieder an der Borgmühle seinen Platz finden soll, besteht nämlich aus Edelstahl. Die historische Optik unterstreichen Messing-Schrauben, die jedoch keine wirkliche Funktion haben. Apropos Optik: Die Lüdinghauser und die Besucher der Borgmühle müssen sich umgewöhnen: Der Durchmesser beläuft sich nämlich auf 3,85 Meter. 2,40 Meter groß war das alte Rad. „Das passt viel besser zu den Proportionen des Mühlengebäudes“, sind sich Heimatvereins-Vorsitzender Norbert Focke und Bauamtsleiter Markus Gantefort einig.

Aber auch sonst gibt es einige Änderungen. Künftig wird das Rad „unterschlächtig“ angetrieben. Das unter dem Rad hindurchfließende Wasser wird von einer kleinen Schiene zum Rad gelenkt. Und: Gelagert wird das Rad, das noch schwarz angestrichen wird, auf zwei Böcken. Das eineinhalb Tonnen schwere „Kunstwerk“ wird nicht mehr in der Wand gelagert. Das dürfte insbesondere die Mühlenbewohner freuen, die von den Vibrationen und dem Lärm genervt waren.

Während Polenz für die Metallkonstruktion verantwortlich zeichnet, stellt Aloys Kemmann die 24 Eichenschaufeln zur Verfügung. Sie werden sicherlich in den nächsten Jahrzehnten immer wieder erneuert werden müssen, denn im Gegensatz zum Metall verwittert das Holz innerhalb von zwölf Jahren.

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