Florian Bontrup neuer Vorsitzender des Exil-Heimrats
„Nicht zum Abwinken geboren“

Lüdinghausen -

Er ist mit Abstand der Jüngste in der Lüdinghauser Politik – und steht seit einer Woche an der Spitze eines Gremiums. Florian Bontrup ist neuer Vorsitzender des Heimrats. Auch wenn dies „nur“ ein Beirat ist, zeigt die Wahl, dass der 23-jährige Lüdinghauser, der Mitglied in der UWG ist, in der kommunalen Politik angekommen ist.

Donnerstag, 31.05.2012, 15:05 Uhr

Florian Bontrup neuer Vorsitzender des Exil-Heimrats : „Nicht zum Abwinken geboren“
Will das Exil und seine Angebote für Jugendliche bekannter machen: Florian Bontrup. Foto: chh

Seit 2009 engagiert sich der ehemalige Anton-Schüler im Stadtrat. „Bei der ersten Sitzung war ich natürlich mega nervös“, blickt er zurück. Mittlerweile hat er sich aber längst den Respekt seiner älteren Kollegen erarbeitet. Auf seinem neuen Posten als Vorsitzender des Heimrats ist er zuständig für das Exil, das sich in städtischer Hand befindet. Der Heimrat besteht aus Jugendlichen aus dem Exil, Mitarbeitern des Exils, Stadtrat-Mitgliedern und Mitarbeitern der Stadt, die das Exil betreuen.

Bontrup will am Ruf des Jugendzentrums arbeiten: „Ich möchte das Exil bekannter machen. Es kennen gar nicht viele, noch weniger gehen dahin.“ Doch ein Besuch lohne sich: „Als ich das erste Mal im Exil war, hab ich festgestellt, dass es super schön ist und viele Angebote und riesige Räume hat.“

Die Arbeit im Heimrat stellt nur einen kleiner Teil seiner politischen Tätigkeiten, hauptsächlich ist er im Haupt- und Finanzausschuss, dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales und im Stadtrat selbst tätig.

In politisch aktiven Wochen hat er eine Fraktionssitzung und dazu meistens einen Ausschuss. „Frei“ hat er nur in inaktiven Wochen, zum Beispiel der Ferienzeit. „Nach der Arbeit noch drei Stunden in einem Ausschuss zu sitzen – das kann anstrengend sein, aber es macht mir auch irrsinnig Spaß“, sagt Bontrup.

Er schloss seinen Bachelor of Arts in Betriebswirtschaftslehre ab und arbeitet beruflich als Controller in Münster . „Ich bin sehr Zahlen-affin, gucke immer, ob irgendwas gespart werden kann.“ Das macht er auch bei seiner politischen Arbeit beim Haushalt.

In den Gremien liegt der Altersschnitt über 50, der Nächstälteste ist über 15 Jahre älter. „Es kommt nicht auf das Alter an, sondern darauf wie man sich einbringt“, stellt Bontrup klar. Und das macht er: „Zum Abwinken bin ich nicht geboren.“ Mitdiskutieren, kritische Fragen stellen, Vorschläge machen – das ist seine Sache.

Genau dies macht Bontrup auch auf seinem Blog. Dort stellt er seine Meinung zu aktuellen politischen Themen aus der Steverstadt dar. „Leider ist die Besucherzahl im Rat und in den Ausschüssen sehr gering“, erklärt er. „Der Blog dient dazu, die Reichweite meiner eigenen und der gesamten Lüdinghauser Politik zu erhöhen.“

 

| www.politics-lh.de

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