Heidelbeeren aus Olfen
Heidelbeeren: „Zubrot“ mit Tradition

Olfen -

Der Urlaub in der Lüneburger Heide hatte Folgen: Als das Olfener Ehepaar Claudia und Heinrich Vinnemann vor 15 Jahren Ferien im niedersächsischen Norden machte, entdeckten sie dort mehrere Heidelbeerplantagen und kamen – im Wort- sowie im übertragenen Sinne – auf den Geschmack.

Donnerstag, 26.07.2012, 15:07 Uhr

Heidelbeeren aus Olfen : Heidelbeeren: „Zubrot“ mit Tradition
Jetzt, wo das Wetter gut ist, können die Besucher der Heidelbeerplantage wieder zugreifen – wie hier schon Barbara und Lydia Vinnemann (r.). Foto: chrb

Der Urlaub in der Lüneburger Heide hatte Folgen: Als das Olfener Ehepaar Claudia und Heinrich Vinnemann vor 15 Jahren Ferien im niedersächsischen Norden machte, entdeckten sie dort mehrere Heidelbeerplantagen und kamen – im Wort- sowie im übertragenen Sinne – auf den Geschmack: Warum nicht auf dem heimischen Hof ebenfalls Heidelbeeren anbauen?

Bei der Idee blieb es nicht: Nach Hause zurückgekehrt, pflanzten die Vinnemanns auf einer ehemaligen Waldfläche eine rund zwei Hektar große Plantage an – mit Erfolg: Der saure Boden an dieser Stelle erwies sich als ideal und so gediehen die aus der Lüneburger Heide „importierten“ Früchte an der Grenze zwischen Olfen und Seppenrade prächtig.

Bis heute: Mittlerweile ist die Pflege der Plantage in die Hände der zweiten Generation, vor allem des 24-jähriges Sohnes übergegangen. Gepflückt werden können die Heidelbeeren nur für kurze Zeit, im Juli und in den ersten Augustwochen. Doch die Heidelbeerernte ist für die Olfener Familie, die hauptsächlich vom Kartoffelanbau lebt, auch nur ein finanzielles Zubrot.

Aber ein Zubrot mit Tradition: „So langsam hat es sich damals herumgesprochen“, erinnert sich Claudia Vinnemann an die Anfänge vor 15 Jahren. Heute finden die Heidelbeeren Abnehmer in der ganzen Region, ob in Eisdielen, Bauernläden und Restaurants. Die handgepflückten Beeren werden auch direkt am Hof verkauft, und natürlich können sich die Käufer ihre Heidelbeeren auch selbst auf der Plantage pflücken.

„Manchmal kommen die Kunden im Minutentakt, manchmal gar nicht“, sagt Tochter Barbara Vinnemann. Was vor allem vom Wetter abhängt: „Im strömenden Regen kann man nicht ernten, dann kommt ja auch keiner“, so Claudia Vinnemann. Und Tochter Barbara ergänzt: „Es ist ein sehr wetterabhängiger Sport.“

Im vergangenen Jahr, erinnert sich ihre Mutter, „sind uns im April viele Blüten schlichtweg erfroren, deshalb war die Heidelbeerernte enttäuschend gering.“ Niedrige Temperaturen waren in diesem Sommer nicht das Problem, dafür blieben wegen des Regens bis zur vergangenen Woche die Kunden aus. Nun, wo das Wetter keine Wünsche mehr offen lässt, hoffen die Vinnemanns wieder auf mehr Besucher.

 

| Die Heidelbeerplantage von Hof Vinnemann, Zur Schafsbrücke 22 in Olfen, liegt direkt an der B 58 zwischen Seppenrade und Hullern, erste Ausfahrt hinter der Steverbrücke links. Geöffnet hat sie bis Mitte August täglich von 8 bis 18 Uhr.

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