Rasenmäher-Rennen in Westrup
Da bleibt kein Grashalm stehen

Lüdinghausen -

Großer Besucherandrang beim Rasenmäherrennen in Westrup. 50 Teams gingen dort am Sonntag an den Start. Zur Durchführung der Veranstaltung hatten die Organisatoren eigens einen Verein gegründet.

Sonntag, 12.08.2012, 20:08 Uhr

Rasenmäher-Rennen in Westrup : Da bleibt kein Grashalm stehen
Beinharte Positionskämpfe lieferten sich die Rasenmäher-Piloten. Beim Abschleppen der Strecke ging es da schon gemächlicher zu. Die AMSC-Jugendlichen stellten die Streckenposten. Foto: Helge Holz

Das Knattern der Motoren ist nicht zu überhören. Jeder Griff zum Gashebel bedeutet ein Plus an Dezibel. Begeisterung hinter den Absperrungen, erwartungsvolle Anspannung auf der Piste. Wo bis vor wenigen Tagen sich noch die Halme der Wintergerste sanft im Sommerwind bewegten, rauschten gestern Nachmittag Rennfahrer und Rennfahrerinnen auf ihren urigen Rasenmäher-Boliden über den Acker. Ein kurzer Fahrspaß, denn nach etwa 40 Sekunden war die Runde über den etwa 450 Meter langen Parcours wieder vorbei.

Nach einer dreijährigen Unterbrechungspause gab es in diesem Jahr eine Neuauflage dieses nicht alltäglichen Motorsportereignisses. „Wir sind heute zum ersten mal mit dabei. Es ist einfach klasse“, berichtete Patrick Voss aus Peine . Gemeinsam mit seinem „CAT Racing Team“ nutzte er hier die Gelegenheit, weitere Punkte im Klassement zu erzielen. Immerhin kann und will Lüdinghausen im selben Atemzug wie die Rennen in Thönse genannt werden.

In drei unterschiedlichen Klassen fanden die Wettbewerbe statt: Jeweils in der 13-PS-Klasse, in der Standard-Klasse, sowie in der „offenen Klasse“. Keine Frage, dass auch die Gastgeber von Rasenmäher-Racing Lüdinghausen in jeder die Fahnen ihrer Heimat würdig vertraten.

Die Konkurrenz war vielfältig, immerhin kam der größte Teil doch aus dem norddeutschen „Mutterland“, wo schon seit einigen Jahren der Rasenmähertrecker seine eigentliche Bestimmung als Rennmaschine ausleben kann. Entsprechend spannend verlief gestern das Renngeschehen. Mal auf zwei Rädern, mal mit einer gewaltigen Staubfontäne passierten die kleinen Flitzer das Publikum oder mogelten sich an den Mitfahren vorbei, weil vorne doch die Sicht etwas besser war. So wurden auch jenseits der Piste die Zuschauer schnell vom Rennfieber gepackt.

Zwischen den einzelnen Wertungsläufen nutzte so mancher Besucher die Pause zu einem Gang in die Boxengasse. Hier feilten die Mechaniker noch einmal an den Motoren, um doch noch die fehlende Sekunde auf den Vordermann herauszuholen. Klar, dass auch mal etwas Blech wieder gerade gerückt werden musste, weil der Chauffeur die Bodenwelle dann doch etwas zu rasant in Angriff genommen hatte. Gerade in diese Hinsicht hatte die Jugendabteilung des AMSC Lüdinghausen ein besonders waches Auge. Entlang der Piste sorgten die Jugendlichen für Ordnung und half so manchem auf der Strecke gebliebenen Minischlepper, wieder zurück zur Boxengasse.

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