Stadt zahlt pro Jahr 1,2 Millionen Euro an den Lippeverband
Mitgliedsbeitrag sinkt

Lüdinghausen -

Lüdinghausen. 1,2 Millionen Euro zahlt die Stadt für die Abwasserreinigung an den Lippeverband pro Jahr. Dieser Beitrag soll 2013 um 1,4 Prozent sinken.

Samstag, 22.12.2012, 12:12 Uhr

Die Kläranlage in Ermen gehört dem Lippeverband. Besondere Investitionen sind für das kommende Jahr nicht geplant.
Die Kläranlage in Ermen gehört dem Lippeverband. Besondere Investitionen sind für das kommende Jahr nicht geplant. Foto: west

Für 2013 müssen die Bürger der Steverstadt mit einer Anhebung der Abwassergebühr rechnen. Auf gut 5,5 Prozent soll sich das Plus belaufen. Zumindest für das Folgejahr gibt es Anzeichen, dass die Gebühr wieder sinken könnte: Der Lippeverband hat in seiner Genossenschaftsversammlung am vergangenen Donnerstag die Senkung der Verbandsabgabe beschlossen. Um 1,4 Prozent soll sie sinken.

Dieser gesenkte Beitrag, so bestätigte Bürgermeister Richard Borgmann auf Anfrage der WN, konnte bei Ermittlung der neuen Gebühren für 2013 noch nicht berücksichtigt werden. Er soll jedoch in der Kalkulation für das Jahr 2014 berücksichtigt werden, sicherte er zu.

160 Mitglieder hat der Lippeverband – in erster Linie Kommunen, Industriebetriebe und den Bergbau. Die Stadt Lüdinghausen wurde bei der jüngsten Verbandsversammlung von Anton Holz ( CDU ) vertreten. Auch er freute sich darüber, dass der Verband seit vielen Jahren seine Beiträge stabil hält und jetzt sogar senkt. Er geht allerdings davon aus, dass Themen wie die hohen Energiekosten, die Klärschlammentsorgung oder Rückstände aus Arzneimitteln in Zukunft immer mehr Kosten verursachen.

Zurück zur Lüdinghauser Gebührenpolitik: Die Abwasserreinigung und die an den Lippeverband abzuführenden Verbandsbeiträge, belaufen sich jährlich auf rund 1,2 Millionen Euro. Und dieser Beitrag belastet die gesamten Kosten der Abwasserbeseitigung zu etwa 40 Prozent. Der Verbandsbeitrag, den die Stadt an die Lippegenossenschaft zu zahlen hat, wird nach der Einwohnerzahl und der Größe des kanalisierten Stadtgebietes ermittelt.

77 Millionen Euro steckt der Verband im kommenden Jahr in seine Anlagen und Klärwerke. Für die Lüdinghauser Kläranlage sind keine besonderen Ausbaumaßnahmen vorgesehen, wie Verbands-Pressesprecher Michael Steinbach gegenüber den WN erklärte.

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