Projekt eines Mehrfamilienhauses wird von Inhaber Bernhard Austrup nicht weiter verfolgt
„Haus Kock“ bleibt stehen

Seppenrade -

Ursprünglich sollte es einem Mehrfamilienhaus weichen. Doch jetzt bleibt das Gebäude der ehemaligen Gaststätte Haus Kock im Seppenrader Ortskern erhalten. Bauunternehmer Bernhard Austrup verfolgt das Wohnbauprojekt nicht weiter. Es sei so im Rosendorf nicht vermarktbar gewesen.

Freitag, 05.04.2013, 07:04 Uhr

Haus Kock bleibt stehen. Inhaber Bernhard Austrup will das Gebäude erhalten. Das Wohnbauprojekt an dieser Stelle werde nicht weiter verfolgt. Das Objekt ist gut 100 Jahre alt. Die Postkarte im Besitz von Josef Holtermann stammt aus den 1940er Jahren.
Haus Kock bleibt stehen. Inhaber Bernhard Austrup will das Gebäude erhalten. Das Wohnbauprojekt an dieser Stelle werde nicht weiter verfolgt. Das Objekt ist gut 100 Jahre alt. Die Postkarte im Besitz von Josef Holtermann stammt aus den 1940er Jahren. Foto: wer

Jetzt bleibt es doch erhalten – das Gebäude des ehemaligen Hauses Kock an der Hauptstraße im Rosendorf. Noch vor einem knappen halben Jahr sollte die gut 100 Jahre alte Gaststätte, die zuletzt ein italienisches Restaurant beherbergte, dem Neubau eines Mehrfamilienhauses weichen. Entsprechende Pläne hatte der Lüdinghauser Architekt Udo Arntzen bereits im November 2012 im Bauausschuss präsentiert.

Auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten erklärte Inhaber und Bauunternehmer Bernhard Austrup jedoch, dass „das geplante Objekt in dieser Form in Seppenrade nicht vermarktbar gewesen“ sei. Es hätten sich schlicht keine Interessenten für die geplanten elf Wohnungen gefunden.

Abgerissen werden soll aber nach wie vor das unmittelbar nebenliegende Gebäude der alten Post, so Austrup. In diesem Bereich sollen Pkw-Stellplätze entstehen. Denn die werden gebraucht für die neuen Mieter der ehemaligen Gaststätte, zu der im Obergeschoss drei Wohnungen mit einer Fläche von 70 bis 90 Quadratmeter gehören. „Das ist eine interessante Immobilie, und wir wollen sie erhalten“, beschreibt Bernhard Austrup seinen Sinneswandel. Für die Gastronomie-Räume schwebt ihm eine Nutzung als Geschäfts- oder Bürofläche vor. Für diesen Teil gebe es bereits Gespräche mit möglichen Interessenten, bestätigte der Inhaber. Ein Restaurant soll es an dieser Stelle aber nicht mehr geben.

»Das ist eine interessante Immobilie, und wir wollen sie erhalten.«

Bernhard Austrup

Mit dem Abbruch der alten Post soll noch im April begonnen werden, so Austrup. Dem Abrissbagger zum Opfer fällt dann auch ein saalähnlicher Anbau des Hauses Kock, der früher eine Kegelbahn beherbergte. Die drei Wohnungen, für die es noch keine Mieter gebe, werden nach einer vorsichtigen Renovierung im Sommer bezugsfertig sein. „Die sind noch gut in Schuss und wurden vor einigen Jahren schon komplett saniert“, stellte Austrup fest. Sie verfügten über Granitfußböden sowie ein Betontreppenhaus.

An der Fassade und Außenansicht des alten Gasthofes solle sich nichts ändern. Er präge schließlich an dieser stelle das Ortsbild Seppenrades.

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