Übung: Werksfeuerwehr und Löschzüge aus Seppenrade und Lüdinghausen im gemeinsamen Einsatz
Brand im Maggi-Hochhaus

Lüdinghausen -

Ein Brand im Maggi-Hochhaus – das war das Übungsszenario für die Werksfeuerwehr und die beiden Löschzüge aus Seppenrade und Lüdinghausen am Samstag. Zudem wurden sechs Handwerker in dem Gebäude vermisst. Die Wehrleute meisterten ihre Aufgaben vorbildlich.

Montag, 15.04.2013, 10:04 Uhr

Unter Atemschutz wurden die Verletzten aus dem Werk gerettet. Die Übung der drei beteiligten Wehren verlief reibungslos und zur Zufriedenheit der Verantwortlichen.
Unter Atemschutz wurden die Verletzten aus dem Werk gerettet. Die Übung der drei beteiligten Wehren verlief reibungslos und zur Zufriedenheit der Verantwortlichen. Foto: mib

„Ich bin beeindruckt von der Unterstützung unserer Betriebsfeuerwehr durch die externen Kräfte. Damit steht uns sehr professionelle Hilfe zur Verfügung. Das lässt mich als Werkleiterin gut schlafen“, sagte Dorothee Stamm , seit einigen Monaten Chefin des Maggiwerks, die erstmals an der großen Übung der Feuerwehren, dem DRK und den Ersthelfern des Unternehmens am Samstag teilnahm.

»Ich bin beeindruckt von der Unterstützung unserer Betriebsfeuerwehr durch die externen Kräfte.«

Dorothee Stamm, Leiterin des Maggiwerks

Übungsinhalt war, dass es durch menschliches Versagen bei Schweiß- oder Trennarbeiten im Hochhaus auf Boden 4 zu einem Schwelbrand kam. Durch die Herausnahme der Arbeitsluke auf Boden 5 konnte sich der Brandrauch schnell ausbreiten. Beim Verlassen der oberen Stockwerke mussten die Handwerker feststellen, dass der untere Bereich des Treppenhauses stark verqualmt war. Sie versuchten, über die Treppe zum Dach zu entkommen. Andere Mitarbeiter hatten mittlerweile das Feuer bemerkt und dem Pförtner gemeldet, der Werksalarm auslöste.

Die Betriebsfeuerwehr begann nach der Räumung des Gebäudes mit der Brandbekämpfung und der Rettung der sechs vermissten Handwerker. Die Löschzüge aus Lüdinghausen und Seppenrade waren schnell am Einsatzort, wo sie den Kameraden aus der Betriebsfeuerwehr beim Außenangriff über die Drehleiter, der Menschenrettung sowie beim Kühlen des Daches zu Hilfe kamen. Die Verletzten wurden sofort dem DRK und den Ersthelfern zur Versorgung übergeben.

Während die Feuerwehren die Schläuche nach der Übung einrollten, ließ sich Werkleiterin Dorothee Stamm von Lüdinghausens Wehrführer Günter Weide mit der Drehleiter in luftige Höhe befördern, wo sie einen bisher noch nicht gekannten Überblick auf das Werk erhielt. Dabei wurde auch besprochen, künftige Übungen ein wenig attraktiver zu gestalten.

»Die Betriebsfeuerwehr ist für die Stadt wichtig, da sie die besten Kenntnisse vor Ort besitzt. Ich gratuliere dem Werk für diese engagierte Gruppe.«

Artur Friedenstab, stellvertretender Bürgermeister

Zur Manöverkritik in der Werkskantine hieß Stamm alle Teilnehmer und Gäste willkommen und dankte ihnen für ihren Einsatz. Nach der Stärkung aus dem Maggi-Kochstudio sprach Weide von einer „guten und ruhigen Übung“. „Mit zwei verschiedenen Abschnitten zu arbeiten, ist für die Einsatzleitung eine Erleichterung. Im Ernstfall stehen wir immer parat“, sagte Weide. Willi Schürmann lobte für das DRK und die Ersthelfer das gute Zusammenspiel der Kräfte, die „fachlich, menschlich und qualitativ für den Ernstfall gerüstet“ seien. Artur Friedenstab, stellvertretender Bürgermeister, war bei seiner ersten Teilnahme an dieser Übung von der guten Zusammenarbeit aller angetan: „Die Betriebsfeuerwehr ist für die Stadt wichtig, da sie die besten Kenntnisse vor Ort besitzt. Ich gratuliere dem Werk für diese engagierte Gruppe“.

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