Geld aus Berlin für Lüdinghausen
„Bedeutsam für ganz Europa“

Lüdinghausen -

200 000 Euro für die Burg Vischering, 60 000 Euro für den historisch wertvollen Hof Grube? Ja, dieses Geld kommt! Der Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling weiß es – von Staatsminister Bernd Neumann.

Freitag, 21.06.2013, 07:06 Uhr

Wie bestellt liefen die Zweitklässler der Astrid-Lindgren-Schule aus Dorsten am Donnerstagmorgen auf die Brücke, die in die Burg Vischering führt. Die zwei Herren, die im Café direkt vor dem Wasser saßen, hatten gerade betont, dass die Burg „ein Herzstück für das ganze Münsterland“, „ein beliebtes Ausflugziel auch für Schulklassen“ und „historisch bedeutsam für ganz Europa “ sei. Ihre Namen: Richard Borgmann, seines Zeichens Bürgermeister der Stadt Lüdinghausen , und Karl Schiewerling , als Bundestagsabgeordneter unter anderem für den Kreis Coesfeld verantwortlich.

Und Letzterer hatte eine richtig gute Nachricht für Lüdinghausen, den Kreis und die Privatleute Johannes und Karin Busch mitgebracht: Aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IV des Bundes erhält der Kreis Coesfeld für die Burg Vischering 200 000 Euro; Johannes und Karin Busch, denen der Hof Grube gehört, bekommen aus demselben Fördertopf 60 000 Euro.

Neben Karl Schiewerling und Richard Borgmann saßen Johannes Busch und Landrat Konrad Püning mit am Café-Tisch. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hatte Schiewerling über die Zuschüsse unterrichtet und seinen Brief an den Bundestagsabgeordneten mit dem Satz „Gerne können Sie den Verantwortlichen diese gute Nachricht persönlich übermitteln“ beendet.

Der Landrat betonte gestern Morgen in Lüdinghausen, dass die 200 000 Euro für die Substanzerhaltung der Burg Vischering eingesetzt werden. Die Sanierung sei der erste Schritt zur Weiterentwicklung der Regionale 2016. Die Summe aus Berlin fließt allerdings nur, wenn der Kreis Coesfeld seinerseits 200 000 Euro zuschießt. Die Zustimmung des Kreistages stehe noch aus, sagte Püning, fügte aber sofort hinzu: „Ich gehe davon aus, dass der Kreistag die Mittel zur Verfügung stellt“, denn die Gesamtmaßnahme sei bereits vorbesprochen.

„Das ist heute ein freudiger Tag – finanzielle Mittel sind keine Selbstverständlichkeit mehr“, stelle Richard Borgmann fest. „Hoffentlich ist das ein Signal für viele andere.“

Und der Hof Grube in der Bauerschaft Tetekum? Karl Schiewerling erinnerte daran, dass er bei seinem ersten Besuch dort vor circa zweieinhalb Jahren durch Schlamm und Matsch gewatet sei und ihm Visionen begegnet seien, die ihn tief beeindruckt hätten. „Ohne Visionen kommen wird nicht voran.“ Besitzer Johannes Busch betonte, dass dieser historische Hof in seiner Art einer von nur „fünf oder sechs Höfen im deutschsprachiger Raum“ sei. Auch er will – und muss – das Geld für die Substanzerhaltung einsetzen. „Bewunderung“, so der Landrat, verdiene dieses private Engagement für den Hof. „Dort passiert eine ganze Menge auch ohne öffentliche Mittel.“

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