Lydia Vinnemann auf Probe im Bundestag
Jung, weiblich und Canisianerin

Olfen/Berlin -

Vier Tage lang genau das tun, was sonst die „echten“ Mitglieder des Bundestages so machen: Plenarsitzungen besuchen, Koalitionsverhandlungen führen, Gesetze verabschieden – das ganze Programm lernte Lydia Vinnemann aus Olfen jetzt kennen.

Mittwoch, 12.06.2013, 17:06 Uhr

Die neue Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Coesfeld ist jung, weiblich und kommt aus Olfen . Lydia Vinnemann hat jedenfalls den Job des Abgeordneten im „Hohen Haus“ in Berlin schon mal „auf Probe“ gemacht. Die 19jährige Schülerin aus Olfen nahm jetzt auf Einladung des „echten“ Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling und des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert an einem recht exklusiven Planspiel im Deutschen Bundestag teil. Zusammen mit 311 weiteren Jugendlichen im Alter von 16 bis 21 Jahren aus der gesamten Republik war sie Teilnehmerin der Politik-Simulation „Jugend und Parlament“. Und zwar komplett an Originalschauplätzen unter Originalbedingungen im großen Plenarsaal unter der Glaskuppel, in den Fraktions- und Ausschusssälen sowie auf den weiten Fluren des Parlamentsbetriebs.

„Ein beeindruckendes Erlebnis, quasi eine Abgeordnete auf Probe zu sein und dann sogar zwei Plenardebatten unter Leitung der echten Bundestagspräsidenten im Plenarsaal zu führen“, ist der jungen Olfenerin die Begeisterung förmlich anzusehen. Und das trotz harter Arbeit an den vier Tagen: Als Mitglieder von fiktiven Fraktionen führen die jungen Leute Koalitionsverhandlungen, bereiten Gesetze vor, kämpfen sich durch Arbeitsgruppen und Ausschüsse, Ringen um Mehrheiten, geben Pressestatements und liefern sich Redeschlachten – eben wie im „echten Politiker-Leben“.

„Eines haben wir alle sehr schnell gemerkt: Politik ist gar nicht so einfach und verlangt ungemein viel Arbeit sowie Verhandlungsgeschick, bis man alle Interessen halbwegs unter einen Hut bekommt. Aber es ist unheimlich spannend“, lautet ein wesentliches Fazit von Lydia Vinnemann. „Genau diesen Einblick in den sehr pragmatischen Politikbetrieb zu vermitteln und damit für den Parlamentarismus und unsere Demokratie zu werben, das sind mit die wesentlichen Ziele des Planspiels“, verdeutlicht derweil MdB Schiewerling, der sich natürlich vor Ort mit der jungen Nachwuchs-„Kollegin“ in seinem Berliner Büro über die Erfahrungen ausgetauscht hat.

Mit zum Programm der Abiturientin des Lüdinghausener Gymnasiums Canisianum gehörte zudem eine Diskussionsrunde mit den Fraktionsspitzen des Bundestags unter Leitung von ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten. Thema waren die Vor-und Nachteile einer möglichen Wahlpflicht.

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