Junge Unternehmer schlossen sich vor zwölf Jahren zusammen
Stammtisch ohne irgendwelche Statuten

Lüdinghausen -

Vor einem Dutzend Jahren hat er sich gegründet – der „Junge Unternehmer Stammtisch“. Neben dem regelmäßigen Austausch der Netzwerk-Mitglieder stehen auch Aktionen für karitative Zwecke auf der Agenda der Aktiven. So waren sie nicht nur beim Weihnachtsmarkt, sondern auch beim Westfälischen Wintermarkt im Einsatz.

Freitag, 10.01.2014, 12:01 Uhr

Auch der zweite Arbeitseinsatz ist für die Lüdinghauser Jungunternehmer wieder gut gelaufen. Nachdem die Selbstständigen aus Handwerk und Dienstleistung bereits beim Weihnachtsmarkt wieder Flagge gezeigt hatten, standen sie mit ihren hochprozentigen Getränken am vergangenen Sonntag noch einmal beim Westfälischen Wintermarkt parat.

Schon seit zehn Jahren ist der „Junge Unternehmer Stammtisch “ beim Weihnachtsmarkt mit von der Partie. Nicht wegen des Gewinns, der sich möglicherweise hier erzielen ließe. Der Stammtisch will vielmehr Flagge zeigen und mit dem Erlös etwas für Lüdinghausen tun, wie Werner Koch , einer der Mitglieder der ersten Stunde, versichert. Im vergangenen Jahr ging beispielsweise eine Spende an die Aktion „Offenes Ohr“, in diesem Jahr soll die Installation eines Stromanschlusses in der Burg unterstützt werden.

Der „Meisterkreis“ war quasi die Vorgänger-Runde des Stammtisches. Als der sich in Wohlgefallen auflöste, gründeten die Unternehmer ihren Stammtisch, wobei das „jung“ sich in erster Linie auf das Alter des Unternehmens, nicht auf das des Inhabers bezieht, wie Koch versichert. Wichtig war den Mitgliedern, dass man nicht in Vereinsmeierei versinkt. Aus diesem Grunde handelt es sich bei dem Stammtisch auch nur um eine Interessengemeinschaft, nicht jedoch um einen Verein. „Wir sind eine lockere Runde“, so Koch. Schriftlich fixierte Statuen sind verpönt.

Auch wenn es sich um eine Stammtisch-Runde handelt, so gibt es aber auch geschäftliche Interessen. „Wir wollen miteinander geschäftlich tätig sein. Das ist durchaus ein Ziel unseres Netzwerkes“, so Koch. Davon könne letztlich auch der Kunde profitieren, wenn durch die guten Kontakte einzelner Unternehmer schnelle Lösungen von Problemen gefunden werden.

Rund ein Dutzend Handwerker und Dienstleister gehören derzeit der lockeren Stammtischrunde an. Dass der Andrang nicht riesig ist, liegt in der Natur der Sache. „Wir wollen Konkurrenzsituationen innerhalb des Stammtisches vermeiden.“ Daher ist jedes Gewerk auch nur einmal in der Runde vertreten.

Auch wenn sich der Unternehmer-Kreis „Stammtisch“ nennt und für seinen Eierpunsch während des Weihnachtsmarktes berühmt ist, so haben die Jungen Unternehmer kein Stammlokal. Da die monatlichen Treffen häufig mit Betriebsbesichtigungen einher gehen, finden die Treffen meistens bei einem Mitglied statt.

 

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