Neujahrsempfang im Kapitelsaal läutet Kommunalwahlkampf ein
Mit Aktion „Kennzeichen LH“ bezieht SPD deutlich Position

Lüdinghausen -

Deutliche Worte gab es beim Neujahrsempfang der SPD am Sonntag im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen. So nutzte der Ortsverein den Tag gleich zum Auftakt für den Kommunalwahlkampf. Dabei wurden nicht nur die 17 Direktkandidaten vorgestellt, sondern auch die wahlkampfbegleitende Aktion „Kennzeichen LH – stark und gerecht“.

Sonntag, 12.01.2014, 20:01 Uhr

Das Motto lehnt sich deutlich an die Diskussion um die Wiedereinführung des LH-Kennzeichens an („Wir waren von Anfang an dafür“ so SPD-Vorsitzender Klaus-Dieter Göbel ). Doch die Aktion „Kennzeichen LH – stark und gerecht“, die die Lüdinghauser Sozialdemokraten im Rahmen ihres Neujahrsempfangs am Sonntag im bestens gefüllten Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen vorstellten, geht weit darüber hinaus.

So präsentierten die 17 SPD-Direktkandidaten für die Kommunalwahl im Mai – die am Freitag von den Ortsvereinsmitgliedern zu Bewerbern bestimmt werden sollen – sich und ihre Anliegen nicht nur bildlich, sondern auch tatsächlich an Stellwänden. Dafür hatten sie alle einen eigenen Slogan parat, mit dem sie ihren Einsatz im Interesse der Lüdinghauser kurz und knapp auf den Punkt brachten – etwa zu den Themen Hallenbad, Schule oder Verkehrssituation. Symbolisch steht für diese Aktion ein roter Pfeil mit weißem Kreis, in den auch andere Interessierte demnächst ihre Wünsche und Ziele für die Stadt eintragen können – auch im Internet. Die Sozialdemokraten fragen dort „Was kennzeichnet Lüdinghausen – was soll Lüdinghausen kennzeichnen?“. Diese Aktion sei eines der Kernthemen des Wahlkampfes, so Göbel.

In einem kurzen Beitrag beschrieb Fraktionssprecher Michael Spiekermann-Blankertz die Positionen der SPD im Rat. Besonders kritisch sah er da die Haushaltsrede des Bürgermeisters vom Dezember. Der habe damals aus einem Märchen zitiert – aber: „Der ganze Haushalt ist ein Märchen“. Deutlich wurde er auch in Sachen Schule: „Die SPD steht nach wie vor für eine Gesamtschule. Eine Sekundarschule ist nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Gesamtschule.“ Beim Hallenbad kamen das Stadtoberhaupt und die regierenden Christdemokraten nicht ungeschoren davon: „Die CDU und der Bürgermeister haben das Bad vor die Wand gefahren.“

Zu den zahlreichen Gästen, die der Ortsvereinsvorsitzende Klaus-Dieter Göbel und Michael Spiekermann-Blankertz zu Beginn begrüßten, gehörten neben dem Bundestagabgeordneten Ulrich Hampel auch der Generalsekretär der NRW-SPD André Stinka sowie die heimischen SPD-Urgesteine Heinz Pawlinsky, Gerhard Zentek, Günther Althaus und Horst Wolske.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurden Ratsfrau Josefine Kleyboldt für 40-jährige und Lüdinghausens DGB-Vorsitzender Heinz Starnick für 50-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt.

 

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