Claudia Heckes und André Bollmer übernahmen Schulsozialarbeit an Grundschulen
„Wir hätten gerne weitergemacht“

Lüdinghausen -

„Gerne weitergemacht“ hätten Claudia Heckes und André Bollmer mit ihrer Arbeit als Schulsozialarbeiter an den drei Grundschulen der Stadt. Zwei Jahre waren sie dort im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets im Einsatz. Jetzt ist die Förderung ausgelaufen.

Samstag, 25.01.2014, 08:01 Uhr

Die vergangenen beiden Jahre werden Claudia Heckes und André Bollmer in guter Erinnerung bleiben. Die beiden Mitarbeiter des Lüdinghauser Ablegers der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland waren als Schulsozialarbeiter an den drei Lüdinghauser Grundschulen im Einsatz. Sie boten Beratung und Begleitung für Eltern im Rahmen des vom Bund finanzierten Bildungs- und Teilhabepakets an. Die Förderung war auf zwei Jahre begrenzt, zum Jahresende ist das Projekt ausgelaufen.

„Wir hätten gerne weitergemacht“, sagt Bollmer. Besonders geschätzt hat der Sozialarbeiter die Einbindung in die drei Lehrerkollegien. Die Schulen seien „kooperativ und sehr flexibel“ gewesen. „Die Lehrer waren der Schlüssel“, ergänzt Claudia Heckes. Durch sie hätten sie erst Zugang zu ihrer „Zielgruppe“ bekommen – etwa bei Elternsprechtagen oder Informationsabenden.

Die Lehrer waren der Schlüssel.

Claudia Heckes

Dabei sei ihre eigentliche Arbeit nicht auf besondere Öffentlichkeitswirkung angelegt. „Was wir machen, läuft im Stillen ab“, sagt die Diplompädagogin. Und genau das sei auch gut so. Gerade das Geräuschlose ihrer Tätigkeit biete eine besondere Chance für das Gelingen. So seien sie auch in den einzelnen Klassen präsent gewesen. Auch für die Lehrer sei es sicher eine interessante Erfahrung gewesen, ab und an eine „zweite Kraft“ im Unterricht zu haben. Heckes und Bollmer sind sich einig, dass die Schulsozialarbeit in den Grundschulen zum Standard gehören sollte – allein: es fehle an der Finanzierung.

Aber auch im Bereich des Offenen Ganztags kommt die Evangelische Jugendhilfe zum Einsatz. Unter ihrer Regie gibt es seit 2010 in der Steverstadt eine Gruppe für ausgewählte Kinder, die in ihrer sozialen Entwicklung unterstützt werden sollen. „Das geschieht spielerisch“, beschreibt Claudia Heckes. So gibt es an der Ostwallschule eine Rhythmik-AG, während an der Ludgerischule mehr auf gemeinsame Gesellschaftsspiele und gruppendynamische Übungen gesetzt wird.

Doch die Evangelische Jugendhilfe, am Sitz in Lüdinghausen mit sieben Mitarbeitern vertreten, übernimmt eine ganze Reihe weiterer Aufgaben. Unter dem Stichwort „Flexible Hilfen“ werden unterschiedliche ambulante Angebote gemacht. So werden Kinder und Jugendliche in ihren Elternhäusern betreut, beschreibt André Bollmer einen Aspekt der Arbeit. Zudem werden Probleme in Scheidungsfällen begleitet. Etwa, wenn Mutter und Vater sich nicht über den Umgang der Kinder mit einem der Elternteile einig sind. Dann wird nach einer Lösung im Streit um das Sorgerecht gesucht.

Aber auch ganz Praktische Dinge werden trainiert. „Ich habe gerade mit einer Jugendlichen zusammen gekocht“, erzählt Claudia Heckes. Auch das stehe unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ bei der Evangelischen Jugendhilfe.

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