Diskussion um Altkennzeichen
Warendorfer CDU für Altkennzeichen

Lüdinghausen -

Im April wird im Warendorfer Kreistag noch einmal über die Zulassung von Pkw-Altkennzeichen abgestimmt – unter neuen Vorzeichen: die CDU-Fraktion will nun dafür stimmen. Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann ermahnt aus diesem Anlass noch einmal den Kreistag in Coesfeld, den eigenen Widerstand aufzugeben.

Dienstag, 11.02.2014, 10:02 Uhr

Die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen sind für die CDU-Fraktion im Kreis Warendorf Anlass, die bisherige Ablehnung eines zweiten Kfz-Kennzeichens aufzugeben.

„Neue Erkenntnisse erfordern in der Politik auch neue Entscheidungen“, schrieb der Fraktionsvorsitzende Karl-Wilhelm Hild in einem Brief an Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann . Der Warendorfer Kreistag habe sich seinerzeit gegen die Einführung des „BE“ (Beckum) ausgesprochen, bevor die endgültige gesetzliche Regelung zur Kennzeichenliberalisierung erlassen worden sei. Hinzugekommen sei, dass inzwischen Fahrzeughalter beim Umzug innerhalb von NRW ihr bisheriges Kennzeichen mitnehmen könnten.

Im Kreis Warendorf habe dies dazu geführt, dass etwa 800 „WAF“-Kennzeichen zu anderen Zulassungsstellen abgewandert sind. Im Gegenzug fahren im Kreis Warendorf aber auch bereits mehr als 1300 Fahrzeuge mit einem „Mitnahmekennzeichen“ aus anderen Zulassungsbezirken. „Dann wollen wir dem berechtigten Wunsch zahlreicher Beckumer Bürger nach einem persönlichen (Alt-)Kennzeichen nicht im Wege stehen“, weist Hild auf die erneute Beschlussfassung im Kreistag im April hin.

„Dann ist der Kreis Coesfeld der letzte Münsterlandkreis ohne Wahlfreiheit beim Kfz-Kennzeichen“, kommentierte Borgmann die neue Entwicklung.

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