Ruth Weiss erzählte im Canisianum aus ihrem bewegten Leben
Rassenhass hat viele Gesichter

Lüdinghausen -

Als Kind erlebte sie die Judenverfolgung der Nazis am eigenen Leibe, später kämpfte sie in Südafrika gegen die Apartheid. Mit ihren fast 90 Jahren gewährte die in Lüdinghausen lebende Schriftstellerin Ruth Weiss den Oberstufenschülern des Canisianums einen historischen und zugleich sehr persönlichen Einblick.

Freitag, 14.02.2014, 13:02 Uhr

Menschenverachtender Rassenhass Ruth Weiss hat ihn in ihrem langen und bewegten Leben gleich zwei Mal erlebt. Als jüdisches Kind in Fürth in den 30er Jahren und später dann als erwachsene junge Frau in ihrer neuen Heimat Südafrika .

Die Gräueltaten der Nationalsozialisten und die Grausamkeiten des Apartheidregimes – beides stand im Fokus der Veranstaltung am Donnerstagmorgen in der Aula des Gymnasiums Canisianum. Die in Lüdinghausen lebende Schriftstellerin erzählte den Schülern der Oberstufe ihre bewegenden Erlebnisse, schilderte, wie nach der Machtergreifung der Nazis im Jahr 1933 plötzlich von einem auf den anderen Tag ihre normale, glückliche Kindheit endete. „Auf einmal erschien unser Lehrer in Uniform und ich existierte nicht mehr – weder für ihn, noch für meine Klassenkameraden.“

Anschließend gewährte sie einen spannenden Einblick in ihren ganz persönlichen Kampf als kritische Journalistin gegen die Rassentrennung in Südafrika. Bis in die 90er Jahre galt sie dort deswegen als „unerwünschte Person“.

Deutschlehrer Karl-Heinz Kocar, seit vielen Jahren eng mit Ruth Weiss verbunden, hatte die Veranstaltung gemeinsam mit Barbara Imholz, Fachschaftsvorsitzende Geschichte, organisiert.

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