Greves entwerfen Lösungen für den Innenausbau
Architekten planen Schiffsriesen

Herbern -

Auf den Innenausbau von Kreuzfahrtschiffen hat sich das Herberner Architekturbüro Greve spezialisiert. Ob Aida, MS Deutschland, Disney Queen oder Queen Elisabeth II – die Riesen der Meere sind zum Teil von den Greves ausgestattet worden.

Freitag, 11.04.2014, 16:04 Uhr

Kreuzfahrten sind „in“. Ob Aida, MS Deutschland, Disney Queen oder Queen Elisabeth II – die Riesen der Meere sind ausgebucht. Sicher waren damit auch Menschen aus der Region unterwegs. Was allerdings wenige wissen: Die großen Kreuzfahrtschiffe sind zum Teil von den Greve-Architekten aus Herbern ausgestattet worden.

Das Familienunternehmen wurde 1997 von Heinz-Dieter Greve gegründet. Unterstützt wird der Herberner von seinem Bruder Werner Greve. Nach einer Ausbildung als Tischler und abgeschlossenem Architekturstudium mit dem Master of Arts stiegen auch seine Söhne Michael und Christian Greve 2003 und 2007 ins Familienunternehmen ein. Der Schwerpunkt des ortsansässigen Architekturbüros liegt dabei im Innenausbau von Kreuzfahrtschiffen. Aktuell wird auf der Meyer-Werft in Papenburg für die Norwegian Cruise Line (NCL) in der Breakaway Klasse der Casino-Bereich gebaut. Fertiggestellt wird dieses Projekt 2015.

Spezielle Kundenwünsche wie zum Beispiel eine Eis-Bar, bei der darauf geachtet werden muss, dass die Gläser nicht an der Oberfläche anfrieren, gehören zum Alltag der Herberner Architekten, die in der Bauerschaf Horn dort zu Hause sind, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht“ sagen.

„Manchmal stoßen wir an unsere Grenzen, aber es gibt für uns keine Probleme, es gibt nur neue Aufgaben. Die Martini Bar war ein großer Erfolg und wurde gleich auf vier weiteren Schiffen übernommen“, erklärt Michael Greve. Ein gutes Netzwerk und die Erfahrung zeichnet das bodenständige Unternehmen aus. „Damit die Zeitpläne eingehalten werden, kann es auch mal vorkommen dass wir aufgrund der Zeitverschiebung in zwei Schichten durcharbeiten müssen“, erzählt Heinz-Dieter Greve. Dem Familienleben schadet diese Dauerbelastung nicht, im Gegenteil wie Christian und Michael Greve bestätigen. „Wir sind damit groß geworden, wir können gut mit diesem Druck umgehen.“

Doch nicht nur Kreuzfahrtschiffe füllen den Alltag der vier Horner Architekten aus: Auch Hochbauprojekte wie Neubauten nach individuellem Design und ökologischem Anspruch, Sanierungen nach neusten energetischen Standards, Umbauten und Erweiterungen gehören zu ihren Tätigkeitsfeldern.

Mit dem derzeitigen Projekt „Komfort-Wohnen in Herbern“ im Baugebiet Mühlenberg gilt es für sie, Luxus und energiebewusstes Wohnen unter einen Hut zu bekommen. Das Kfw Effizienzhaus 70, wie es im Fachjargon heißt, verbraucht 30 Prozent weniger Energie als ein gleichwertiger Neubau. Zudem sind alle fünf Wohnungen barrierefrei. „Dieses Projekt zeigt, dass wir sehr vielfältig sind. Drei der fünf Wohnungen sind schon verkauft“, weiß Heinz-Dieter Greve und ist zufrieden, dass dieses Projekt so guten Anklang gefunden hat.

Es gibt für uns keine Probleme, es gibt nur neue Aufgaben.

Michael Greve
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