Jugendfeuerwehr im Einsatz
Retten und Bergen wie die Profis

Lüdinghausen -

Den Ernstfall probten am Wochenende 27 Mädchen und Jungen, die der Jugendfeuerwehr angehören. Rund um die Uhr waren sie im Einsatz. Auch die Zusammenarbeit mit den Angehörigen des Jugendrotkreuz wurde bei verschiedenen simulierten Einsätzen geprobt.

Dienstag, 10.06.2014, 20:06 Uhr

Früh übt sich, wer ein richtiger Feuerwehrmann oder -frau werden will. Immerhin steht der Feuerwehrmann in der Beliebtheit der Bürger an oberster Stelle. Dass dieser Beruf, trotz seiner Technik und modernster Geräte, kein Zuckerschlecken ist, das haben die 27 Mädchen und Jungen der Lüdinghauser Jugendfeuerwehr beim „Berufsfeuerwehrtag“ am Wochenende am eigenen Leib erfahren können. Unter Führung der beiden Leiter, Jan Schultz und Torsten Voß , hatten sie ein vielfältiges Mammutprogramm zu bewältigen.

Nach der Herstellung der Einsatzbereitschaft und dem Frühstück am frühen Samstagmorgen brachte Löschzugführer Frank Becker dem Nachwuchs in der Lüdinghauser Wache die wichtigen Einsatzgrundsätze bei. Der Unterricht war noch nicht ganz beendet, da wurde die Gruppe zu einem ersten Einsatz in die Bauerschaft Emkum gerufen, wo ein umgestürzter Baum den Straßenverkehr behinderte. Unter der fachmännischen Anleitung einiger erfahrener Kameraden aus der aktiven Gruppe, die auch die Fahrzeuge fuhren, lösten sie dieses Problem ebenso gut wie einen brennenden Müllcontainer in Ondrup.

Nach dem Mittagessen und dem Bettenaufbau in der Wache wurde aus der geplanten Mittagsruhe nichts, denn eine Ölspur nach einem Verkehrsunfall in Ermen war zu beseitigen. Nun stand bei den tropischen Temperaturen, die den jungen Leuten in ihren dicken Uniformen alles abverlangte, auch noch Sport mit Marcel Hülk auf dem Übungsprogramm. Die Letzten standen noch unter der Dusche, als die Leitstelle in Coesfeld plötzlich einen Brand auf dem Hof des stellvertretenden Löschzugführers Engelbert Röckmann in Berenbrock meldete. Hier wurde zusammen mit dem Jugendrotkreuz aus Lüdinghausen und Senden die Bergung und Versorgung von Verletzten geübt. Ein wichtiger Test der Rettungskräfte auch für die Zusammenarbeit in der Zukunft. Dabei kam auch die Drehleiter zum Einsatz.

Nach einer Schlauchkunde, Informationen über das Verhalten im Innenangriff und dem Abendessen sorgte ein Spieleabend in der Bereitschaft für ein wenig Abwechslung im „harten Feuerwehralltag“. Doch die Erholung hielt nicht lange an, denn gegen 21 Uhr ging die Alarmmeldung über einen Verkehrsunfall mit einer eingeklemmtem Person auf der Heinrich-Hertz-Straße ein. Auch hier war das JRK mit ausgerückt, um die Verletzten zu versorgen. Die Motoren der Fahrzeuge waren nach der Rückkehr noch nicht richtig kalt, da ging es nach Seppenrade, wo in der total verrauchten Sporthalle ein Innenangriff zur Rettung vermisster Personen gestartet wurde. Um Mitternacht fiel die Gruppe dann hundemüde auf die Luftmatratzen. Die Nachtruhe nach dem anstrengenden Tag war aber nur kurz, obwohl die Übungsleitung den letzten Alarm von 5 auf 6 Uhr verschoben hatte. Da rückte das Team zu einem Scheunenbrand auf dem Hof Schulze Brandhoff in Ermen raus.

„Es war eine total gelungene Sache, auch die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz. Wir Betreuer sind sehr zufrieden, ebenso die Jugendlichen, auch wenn sie nun alle sehr müde sind“, zog Jan Schultz beim Frühstück am Sonntag ein positives Fazit des lehrreichen Wochenendes.

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