Abschied am Berufskolleg:
Ära Hege am Kolleg beendet

Lüdinghausen -

Rudolf Hege hat als Leiter des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Davon sind seine Schüler, Kollegen und diejenigen, die es sonst noch wissen müssen, schon längst überzeugt. Spuren hinterließ Hege auch an seiner vorherigen Wirkungsstätte, die er vor über 20 Jahren verließ: Zur Überraschung Heges gratulierte ihm gestern aus Anlass des Abschieds vom Berufskolleg eine Delegation von ehemaligen Schülern der Ludwig-Erhard-Schule in Münster. 1993 hatte Hege sie zum Abitur geführt. Dafür bedankten sie sich gestern noch einmal.

Freitag, 04.07.2014, 15:07 Uhr

Über drei Stunden dauerte gestern die Verabschiedung des langjährigen Schulleiters in den verdienten Ruhestand. Lang war die List der Gäste, die dem engagierten Pädagogen viel Glück für den Ruhestand wünschten. Angesichts des Engagements für die „Europäische Idee“ war es kein Wunder, dass auch Delegationen aus Zwolle (Holland) und Lincoln (England) zu dieser Zeremonie gekommen waren.

Die Liste der Erfolge, die Hege in den 20 Jahren erzielte, ist lang. „Man kann tatsächlich von einer Ära sprechen“, bestätigte seine Stellvertreterin Sabine Neuster. Sie charakterisierte ihren langjährigen Chef als alles andere als nüchternen Bürokraten, sondern einen Mann mit Emotionen, der mit dem Kollegium und den Schülern fürsorglich umging. Zu den Meilensteinen, die Hege gesetzt hatte, zählte Landrat Konrad Püning nicht nur die Partnerschaft mit dem Deltion College in Zwolle, sondern auch den Bau des Marianne-von-Weizsäcker-Gästehauses, die Gründung der Stiftung und die Zertifizierung zur Europaschule. Püning dankte Hege für dessen Engagement für die Zukunft des dualen Bildungssystems und Sicherung ortsnahen Schulen.

„Der Boden für Toleranz muss immer weiter gefestigt werden.“ Mit diesen Worten unterstützte Frank Wolter, Dezernent der Bezirksregierung in Münster , das Europa-Engagement der Schule. Er gratulierte Hege insbesondere dazu, in seinen 20 Dienstjahren an der Schule 20 neue Bildungsgänge eingerichtet zu haben. Als eine „herausragende Persönlichkeit als Schulleiter und Pädagoge“ bezeichnete Werner Jostmeier, Landtagsabgeordneter, den scheidenden Schulleiter. Europaorientiert, menschlich, zielstrebig, gradlinig und als Mensch mit Visionen und Herzblut charakterisierte er Hege. „Es gibt kein vergleichbares Kolleg in NRW“, fügte Bürgermeister Richard Borgmann hinzu. Anknüpfend an das Thema Eisenbahn, dem Hobby Rudolf Heges, versicherte Borgmann, dass es Hege stets gelungen sei, die Schule auch in schwierigen Zeiten auf dem richtigen Gleis zu halten.

Rudolf Hege reichte das Lob Bescheiden an das Kollegium weiter: „Was wäre ich ohne die Kollegen?“ Er dankte seiner Frau Marie-Theres, die sein Engagement mit Geduld ertragen habe, sowie seiner Stellvertreterin Sabine Neuser und der Sekretärin Agnes Voßmöller.  

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