Flugplatz Borkenberge
„Ein historischer Tag für uns“

Seppenrade -

Künftig starten die Motorflieger auf dem Flugplatz Borkenberge auf einer knapp 200 Meter längeren Asphaltbahn. Nach jahrelanger Planungs- und Genehmigungsphase wurde die „Startvorlaufstrecke“ jetzt eröffnet.

Samstag, 23.08.2014, 08:08 Uhr

Die D-EASG startete gestern als erster Flieger von der neuen „Startvorlaufstrecke“.
Die D-EASG startete gestern als erster Flieger von der neuen „Startvorlaufstrecke“. Foto: nit

Am Rande der Eröffnung, abseits der offiziellen Reden, war es, als Gisbert Alfing von der Borkenberge-Gemeinschaft (BBG) zu einem Gast meinte: „Heute ist ein historischer Tag für uns.“ Vor 18 Jahren begann die Planung für eine Start- und Landebahnverlängerung auf dem Flugplatz Borkenberge . Gestern Morgen nahm mit dem Start des Motorfliegers D-EASG die neue „Startvorlaufstrecke“ ihren Betrieb auf.

Um 200 Meter auf nun 875 Meter ist die Hauptbahn für Motorflieger gewachsen. Dass die Beteiligten bei der Eröffnung gestern aber nicht von einer „Verlängerung“, sondern von einer „Startvorlaufstrecke“ sprachen, hat einen Grund: „Wir bleiben ein reines Freizeitsportzentrum. Auch weiterhin werden nur Flieger bis maximal zwei Tonnen starten und landen“, erklärte BBG-Geschäftsführer Gisbert Alfing. Die neue Asphaltbahn sei notwendig geworden, da unter Naturschutz stehende Bäume im Westen des Platzes zu hoch gewachsen sind, um ein absolut sicheres Fliegen zu gewährleisten. Der Start- und Landepunkt wird weiter nach Osten verschoben.

Die Genehmigung für das Projekt lag dem Verein schon länger vor, die Zusage für einen Landeszuschuss in Höhe von etwa 235 000 Euro kam erst im vergangenen Herbst. Die restlichen Kosten der insgesamt rund 500 000 Euro teuren Maßnahme finanzierte der Verein zu großen Teilen aus den Einnahmen beim Area4-Festival. „Die haben uns wirklich geholfen“, sagte BBG-Vorsitzender Horst Jagla. „Sehr viel Mühe“ habe die „einmalige Sache für den Flugplatz Borkenberge“ gekostet, blickte er gestern zurück. „Zum Glück haben wir alle die Geduld gehabt, das umzusetzen“, ergänzte Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang D. Lutze angesichts des fast zwei Jahrzehnte dauernden Projekts. In dieser Zeit ist nicht immer alles glatt gelaufen. „Wir haben uns auch blutige Nasen geholt und sind hier und da angeeckt“, bekannte Gisbert Alfing.

„Manchmal“, so Richard Borgmann , „sagten Vereinsvertreter zu mir: ‚Schaffen wir das überhaupt?‘“ Aber: „Sie haben das ehrenamtlich hinbekommen“, lobte der Bürgermeister. „Wer investiert, der glaubt an sich.“ Gemeinsam mit den stellvertretenden Bürgermeistern aus Haltern und Dülmen startete Borgmann gestern als einer der Ersten von der neuen Vorlaufstrecke.

Dort hatten im Winter dank des milden Wetters die Bauarbeiten gut begonnen. Zu leichten Verzögerungen kam es, als Wasser auf der Fläche stand, sodass Baugeräte ausgetauscht werden mussten, da sie auf dem feuchten Untergrund keinen Halt fanden. Mittlerweile sind die Rasenflächen rund um den neuen Hauptbahn-Teil trockengelegt. Bis auf kleine Nacharbeiten wie die Änderung einzelner Fahrbahnmarkierungen ist das Projekt vollendet. Ein Projekt, mit dem der Trägerverein „etwas Tolles für uns und etwas für die Geschichte des Flugplatzes Borkenberge“ getan habe, wie Gisbert Alfing formulierte.

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