Sicherheit beim Online-Banking
Papier-TAN-Listen sind „Steinzeit“

Lüdinghausen -

Sicheres Online-Banking ist auf den ersten Blick ganz einfach. Computer an, einloggen auf der Homepage der Hausbank und dann . . .? „Sicherheit steht bei uns an erster Stelle“, erklärt Marcus Leiendecker, Vorstand der Volksbank Lüdinghausen-Olfen.

Freitag, 12.09.2014, 13:09 Uhr

Sicherheit steht beim Online-Banking an erster Stelle. Das sagen Volksbank-Vorstand Marcus Leiendecker (l.) und IT-Experte Tim Bartsch.
Sicherheit steht beim Online-Banking an erster Stelle. Das sagen Volksbank-Vorstand Marcus Leiendecker (l.) und IT-Experte Tim Bartsch. Foto: wer

Und dazu gehört vor allem, den Kunden zu zeigen, wie sie selbst für die Sicherheit sorgen können, wenn ihnen ihre Bank das entsprechende Werkzeug an die Hand gibt. Und da haben bei den meisten Geldhäusern Systeme, die mit einem Scanner-ähnlichen Lesegerät funktionieren, die alten TAN-Listen aus Papier längst abgelöst. „TAN-Listen aus Papier, das ist Steinzeit “, sagt Leiendecker mit einem Schmunzeln.

Nicht selten sei der Mensch selbst die Sicherheitslücke im System gewesen. Es habe Kunden gegeben, die ihre TAN-Listen auf ihrem Computer gespeichert hatten, eine Einladung für jeden Hacker.

Dennoch ist die Zahl der Attacken auf Online-Banking-Kunden bundesweit im vergangenen Jahr um 20 Prozent gestiegen – auf rund 4100 Fälle. Mit Blick auf die rund 35 Millionen Nutzer von Online-Banking in Deutschland und einer Zahl von etwa 2,5 Milliarden getätigter Überweisungen (im Jahr 2012) eine dennoch eher geringer Zahl.

Die Lesegeräte in Verbindung mit der jeweiligen Bankkarte des Kunden bieten nahezu 100-prozentige Sicherheit, bestätigt Tim Bartsch , Beauftragter für Electronic Banking bei der Volksbank Lüdinghausen-Olfen. Auf dem Lesegerät könne der Kunde jede eingegebene zahl – Kontonummern und Geldbeträge – überprüfen und erst dann per TAN-Eingabe die Überweisung bestätigen. Die TAN-Nummer könne man sich auch auf das Handy schicken lassen. Sollte etwas nicht stimmen bei der Kontrolle der Eingabedaten, empfiehlt der Experte: „Den Vorgang umgehend abbrechen.“

Selbst mit dem Smartphone können Überweisungen getätigt werden. Das sei aber nicht so komfortabel wie am Computer zu Hause, so Bartsch.

Und längst werde an Neuerungen gebastelt. So sollen die Lesegeräte demnächst auch Bluetooth-fähig werden und TAN-Nummern per Push-Nachrichten aufs Handy geschickt werden. Das mache eine SMS überflüssig.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2734043?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F2578078%2F4849113%2F
Nachrichten-Ticker