Skulptur des Lüdinghauser Künstlers Alfred Gockel ziert künftig neue A1-Anschlussstelle
Sieben Meter hohes Wahrzeichen

Lüdinghausen/Münster -

Er ließ neueste Radierungen exklusiv von einem Gabelstapler drucken, malte bei einem Jazz-Festival vor 20 000 Besuchern auf der Bühne oder kreierte einen Aufsehen erregenden „Gelben Engel“-Helikopter für das Kamener Autobahnkreuz. Jetzt arbeitet der international renommierte Künstler Alfred Gockel an einer Stahl-Skulptur für die A 1-Anschlussstelle in Hiltrup/Amelsbüren.

Donnerstag, 25.09.2014, 17:09 Uhr

„Eine solch künstlerisch wertvolle Landmarke ist ein Hingucker, ein Orientierungs- und Navigationspunkt, den Millionen vorbeifahrende Menschen immer mit unserer Stadt Münster verbinden werden. Darüber hinaus entsteht hier ein Wahrzeichen für den benachbarten Hansa-BusinessPark, der das Wachstum unserer Wirtschaft sichtbar untermauert“, erläuterte Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, an Ort und Stelle gegenüber Gockel , dessen Manager Wilfried Thöne und Thomas Oehler, Leiter der Autobahnniederlassung Hamm des Landesbetriebs Straßen.­NRW.

Der Eindruck von Dynamik, Auftrieb und Erfolg entsteht schon bei der Betrachtung des rund 20 Zentimeter hohen Skulptur-Modells. Es zeigt, dass in der Arbeit von Gockel wiederkehrende Motiv von zwei interagierenden Figuren, die auf der Spitze von zwei miteinander verbundenen, geschwungenen Bögen stehen, heißt es in einem Pressebericht.

„Der Bezug zwischen dem Kunstwerk und dem Gewerbegebiet wird durch farblich gestaltete Fächer in der Skulptur geschaffen, die den Firmen im Hansa-BusinessPark zugeordnet sind“, betont der Künstler, dessen Arbeit auf einer Grünfläche zwischen der Autobahn und der Ab- und Auffahrt unübersehbar installiert wird. „Vermutlich wird es November, also wenige Wochen nach der Eröffnung der A 1-Anschlussstelle, die Ende Oktober vollzogen wird“, blickt der frühere Münster-Student Thöne dem Termin mit Spannung entgegen. Denn er war es, der den Stein für das Projekt vor zirka zweieinhalb Jahren erst ins Rollen gebracht hatte.

Mit einer Höhe von sieben Metern wird die münsterische Skulptur neben dem von Engeln getragenen Rettungshelikopter in Kamen das höchste, an der Autobahn gelegene Kunstwerk in der Region sein. „Somit entsteht, wenn man so will, auch eine über die Kunst geschlagene Brücke zwischen dem Münsterland und dem Ruhrgebiet“, betont Gockel, der zu Münster ebenfalls eine besondere Beziehung pflegt.

Dort studierte der 1952 geborene Lüdinghauser nach seiner Bergwerkslehre von 1975 bis 1977 am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster, wo er nach seinem Studium auch Lehraufträge für druckgrafische Techniken erhielt. Ab 1981 widmete sich Alfred Gockel ganz seiner bildnerischen Tätigkeit in den Bereichen Malerei, Druckgrafik und Bildhauerei.

Aktuell ist Gockel als Dozent und vielseitiger Künstler weltweit unterwegs. Neben der Malerei und der druckgrafischen Technik arbeitet er als Bildhauer auch mit Stahl, Acryl, Bronze, Sandstein und Marmor.

Gockels besonderes Augenmerk gilt der Kunst im öffentlichen Raum. Damit zählen die „Gelbe Engel“-Skulptur und das zukünftige Werk am Hansa-Business-Park zu sehr bedeutenden Projekten.

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