Außenfassade von Burg Vischering wird aufwendig restauriert
Wie im Spinnennetz gefangen

Lüdinghausen -

Das dachhohe Baugerüst rund um die Burg Vischering wirkt wie ein riesiges Spinnenetz, das das historische Gemäuer umspannt. Und dieser Anblick wird den Besuchern und Spaziergängern auch noch einige Zeit erhalten bleiben. Derzeit wird dort kräftig gearbeitet. Die südliche Fassade der Hauptburg inklusive der sogenannten Utlucht – der Erker – sowie die Wehrmauer werden aufwendig restauriert. „Diese Arbeiten werden sicher noch fünf bis sechs Wochen dauern“, erklärte Josef Wolber vom Fachdienst Gebäudemanagement beim Kreis Coesfeld.

Freitag, 14.11.2014, 09:11 Uhr

Eingerüstet präsentiert sich derzeit die Burg Vischering. Die Fassade wird restauriert.
Eingerüstet präsentiert sich derzeit die Burg Vischering. Die Fassade wird restauriert. Foto: wer

Ausgeführt werden die Arbeiten von der Fachfirma Paetzke aus Hörstel . „Wir sind auf Restaurierungen spezialisiert“, erklärte deren Mitarbeiter Mike Wullkotte . Für den gelernten Maurer ist die Arbeit „schon etwas Besonderes“. Das sei schon etwas anderes, als der Bau eines normalen Einfamilienhauses. „Da gibt es viel zu entdecken. Das ist spannend.“

Die Kosten für die Maßnahme bezifferte Josef Wolber auf rund 540 000 Euro. Mit einer Summe von 200 000 Euro wird diese mit Bundesmitteln aus der Denkmalförderung unterstützt. Überhaupt, betonte der Gebäudemanager, würden alle Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege sowie der Unteren Denkmalbehörde des Kreises ausgeführt.

Aktuell beschäftigen sich Mike Wullkotte und seine Kollegen mit der Neupflasterung des Wehrganges. Der wurde um 30 Zentimeter ausgekoffert und mit einer speziellen Tonschicht abgedichtet, damit keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk mehr dringen kann. Das wird zudem neu verfugt. Verlegt werden in dem Wehrgang alte wie auch neue Steine.

Als zweiter Bauabschnitt ist die Sanierung der Westfassade ins Auge gefasst. Aber dafür fehle es derzeit noch an den finanziellen Mitteln, sagte Josef Wolber.

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