Günter Althaus ist tot:
Trauer um Urgestein der SPD

Lüdinghausen -

Die heimischen Sozialdemokraten trauern um ein Urgestein der Partei: Im Alter von 86 Jahren starb am Mittwoch Günter Althaus, der über viele Jahre das politische Geschehen in der SPD, aber auch im öffentlichen Leben der Stadt Lüdinghausen mitbestimmte.

Freitag, 14.11.2014, 22:11 Uhr

Starb im Alter von 86 Jahren: Günter Althaus
Starb im Alter von 86 Jahren: Günter Althaus Foto: west

In den 60-er und 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in einem Umfeld wie in Lüdinghausen sozialdemokratische Politik zu machen, war nicht einfach. Wenn Günter Althaus über diese Zeiten berichtete, hörte man stets etwas Verbitterung heraus. Diese Zeit hat den gebürtigen Münsteraner – zumindest in Sachen Parteiarbeit – auch geprägt. Wenn sich Günter Althaus in Ratssitzungen herausgefordert fühlte, lief er zur Höchstform auf. Er verfolgte hartnäckig und mit Akribie die gesteckten Ziele. Der Sozialdemokrat war ein Mann der klaren Worte und „hatte das Herz am rechten Fleck“, wie ein langjähriger Mitstreiter versicherte.

Günter Althaus hat Stadt- und Parteigeschichte geschrieben. Er gehörte nicht nur 33 Jahre lang dem Rat der Stadt Lüdinghausen an. Über viele Jahre stand er sowohl der Fraktion wie auch dem Ortsverein vor. Selbst im Unterbezirk schrieb Althaus Parteigeschichte: Er übernahm nach der kommunalen Neugliederung 1975 das Amt des Unterbezirks-Geschäftsführers. Trotz all seiner Verdienste in der Politik – Ambitionen auf „höhere Weihen“ hatte er nie, wie er vor gut zwei Jahren gegenüber den WN im Zusammenhang mit der bevorstehenden Diamantenen Hochzeit mit seiner Frau Wilhelmine versicherte. Beiden gemeinsam war auch die jahrelange Treue zur Arbeiterwohlfahrt .

Beruflich hatte Günter Althaus zuvor andere Wege eingeschlagen. Nach den Wirren des Krieges hatte er zunächst in der Landwirtschaft gearbeitet. Dann erlernte er das Stuckateur-Handwerk.

Auch im hohen Alter verfolgte Günter Althaus die Politik seiner Heimatstadt mit großem Interesse. Zuletzt gehörte er der Kommission an, die aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der SPD die Geschichte des Ortsvereins aufarbeitete.

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