Realschul-Klasse sammelt Spenden:
1000 Euro für Ebola-Hilfe in Afrika

Lüdinghausen -

Pfandflaschen waren in den vergangenen Wochen im Wohngebiet Rott Mangelware. Und einige Hunde waren ständig unterwegs. Was die Pfandflaschen mit den Vierbeinern zu tun haben? Verbindendes Thema ist die Geschäftstüchtigkeit der Schülerinnen und Schüler der Klasse 6e der Realschule Lüdinghausen. Die Klasse sammelte nämlich Spenden, um damit die Ebola-Hilfe in Westafrika zu unterstützen. Mit dem Einzahlen des Gesamtbetrages wurde die Aktion gestern abgeschlossen – 1000 Euro flossen nach Westafrika.

Mittwoch, 17.12.2014, 14:12 Uhr

In der Hauptstelle der Sparkasse Westmünsterland zahlten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6e den Erlös ihrer Aktion auf das Spendenkonto des DRK ein.
In der Hauptstelle der Sparkasse Westmünsterland zahlten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6e den Erlös ihrer Aktion auf das Spendenkonto des DRK ein. Foto: west

Bereits im vergangenen Jahr führten die Kinder eine eigene Spendenaktion durch. Damals wurde die Aktion „Shelter-Box“ in Zusammenarbeit mit dem Lions-Club unterstützt. Als jetzt im Unterricht über die Ebola-Epidemie in Westafrika gesprochen wurde, entstand die Idee, hier eine Hilfsaktion zu starten. Die Begeisterung war von Anfang an groß. Worüber sich Klassenlehrerin Katrin Hübner sich besonders freut, ist die Tatsache, dass sich alle Kinder ohne Ausnahme an der Spendensammlung beteiligten. Letztlich handelte es sich um viele Einzelaktivitäten, die auch in der Freizeit durchgeführt wurden. Neben dem Ausführen des Hundes (die Tour kostet 3,75 Euro) und dem Sammeln und Einlösen von Pfandflaschen wurden Autos gewaschen, Plätzchen gebacken und verkauft oder Omas Garten aufgeräumt. „Einige Kinder haben sich an bis zu vier Einzelaktionen beteiligt“, freut sich Katrin Hübner über das große Engagement. Neben der Spende ging es der Pädagogin auch darum, den Kindern Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln.

Als zum Ende der Aktion Bilanz gezogen wurde, waren knapp 500 Euro erwirtschaftet worden. Dieser Betrag wurde dann von der Klassenlehrerin aufgerundet – und zur Überraschung der Kinder noch einmal verdoppelt. Als die Klasse das Geld in der Sparkassen-Hauptstelle an die Sierra-Leone-Hilfe des DRK überweisen wollte, überraschte sie Michael Richter von der Rotary-Fördergesellschaft mit der Ankündigung, den Spendenbetrag auf 1000 Euro aufzustocken. „Wir fanden die Idee und das Engagement so toll“, begründete er die Großzügigkeit der Rotarier. Richter dankte allen Kindern, aber auch denjenigen, die durch Spenden oder „Aufträge“ an der Aktion beteiligt waren. Er ist schon jetzt gespannt darauf, welche Spendenaktion sich die Kinder für 2015 einfallen lassen.

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