Lizenzen für Natur- und Landschaftsführer:
Gesucht: Botschafter für die Region

Lüdinghausen -

„Lateinische Namen herunterrasseln, reicht nicht. Eine Führung muss ein Erlebnis sein.“ So stellt sich Dr. Gertrud Hein von der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW eine Führung durch die Region vor. Die Umwelt-Pädagogin will dazu beitragen, dass Exkursionen unvergesslich bleiben. Wer ein solches „Abenteuer“ vermitteln will, kann sich ab sofort für einen Lehrgang anmelden. Die Akademie bietet in Zusammenarbeit mit dem Biologischen Zentrum, dem Naturschutzzentrum Coesfeld und der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Lippe-Stever sowie dem ADFC einen 70 Unterrichtsstunden umfassenden Lehrgang an, der mit dem Zertifikat zum Natur- und Landschaftsführer für das südliche Münsterland endet.

Dienstag, 03.02.2015, 16:02 Uhr

Freuen sich auf das neue Lehrgangs-Angebot: Melanie Wiebusch, Dr. Irmtraud Papke, Dr. Gertrud Hein, Thomas Zimmermann (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld) und Lehrgangsleiter Arno Straßmann (v.l.).
Freuen sich auf das neue Lehrgangs-Angebot: Melanie Wiebusch, Dr. Irmtraud Papke, Dr. Gertrud Hein, Thomas Zimmermann (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld) und Lehrgangsleiter Arno Straßmann (v.l.). Foto: west

Es gibt viele Menschen, die etwas über ihre Heimat, deren Natur, Geschichte und viele andere Aspekte erzählen könnten. Viele sind zu zurückhaltend. Talente verkümmern unerkannt. Das soll sich mit dem Lehrgangsangebot ändern. „Wir suchen Botschafter für die Region“, umschreibt Gertrud Hein die Intention des Lehrgangs . Die Form der Durchführung ist mittlerweile standardisiert. Seit 2002 werden Seminare in dieser Form bundesweit angeboten. Etwa 1000 Absolventen erhielten mittlerweile dieses Zertifikat. Inhaltlich unterscheiden sich die Lehrgänge je nach Region.

Mit dem Lehrgang, der Ende April am Biologischen Zentrum in Lüdinghausen starten soll, verfolgt das Organisationsteam ein klares Ziel: Sie wollen damit natürlich auch fachkundige, kompetente und interessierte Referenten oder Exkursionsleiter gewinnen – im Zweifelsfall sogar komplett neue Angebote machen. „Diese Leute könnten eine tolle Bereicherung sein“, so Melanie Wiebusch für die Touristische Arbeitsgemeinschaft Lippe-Stever. Sie erhofft sich beispielsweise neue „Gesichter“ und Ideen für die Leitung von Fahrradtouren.

Die Organisatoren sind aber auch davon überzeugt, dass die potenziellen Teilnehmer etwas für sich tun: „Man lernt voneinander“, versichert Arno Straßmann, der den Lehrgang leitet. Und man lernt einiges über die Region. Es gibt nämlich vier Bereiche, die im Mittelpunkt der „Ausbildung“ stehen: Baumberge , die Steverniederung von der Davert bis zur Lippe, Meerfelder Bruch und die Parklandschaft mit der Schlösserachse Nordkirchen – Westerwinkel. Wer 70 Unterrichtsstunden investiert, bekommt eine Menge Wissen, viele Kontakte und noch mehr Spaß, sind sich die Organisatoren einig.

 

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