Einstimmiges Votum für Doris Krüger
Die erste Hürde genommen

Lüdinghausen -

Einstimmiges Votum ohne Enthaltung für Doris Krüger: Die Grünen nominierten die PolitikerinDer Amtsinhaber darf initiativ werden und moderieren, aber nicht dominieren, die bis vor wenigen Wochen noch der CDU angehörte, als Kandidatin für die Bürgermeister-Wahl am 13. September. 13 Mitglieder waren zur Wahlversammlung erschienen.

Donnerstag, 26.02.2015, 21:02 Uhr

Blumen überreichte Grünen-Sprecherin Annette Mönning (r.) der frisch gekürten Bürgermeister-Kandidatin Doris Krüger.
Blumen überreichte Grünen-Sprecherin Annette Mönning (r.) der frisch gekürten Bürgermeister-Kandidatin Doris Krüger. Foto: west

Die erste Hürde ist genommen: Die Bündnisgrünen nominierten Doris Krüger am Mittwochabend als künftige Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 13. September. Alle 13 anwesenden Mitglieder der Partei stimmten für die Politikerin, die bis vor wenigen Wochen noch der CDU angehört hatte und einstimmig vom Findungskreis der Grünen, der UWG und der SPD auf den Schild gehoben worden war. „Ich war vorher schon etwas nervös“, gab die Politikerin nach der gelungenen Vorstellung und der einstimmigen Wahl zu Protokoll.

„Ich stehe für einen anderen Politikstil und einen anderen Umgang miteinander“, umschrieb die Kandidatin ihre künftige Vorgehensweise im Amt als Bürgermeisterin. Sie griff damit die Steilvorlage auf, die ihr Eckart Grundmann , der der Findungskommission angehörte, gegeben hatte: „Der Amtsinhaber macht Politik nach Gutsherrenart. Das wollen wir nicht mehr.“

Zwar schnitt Doris Krüger in ihrer Vorstellungsrunde einige tagesaktuelle Themen wie die Kosten der Sanierung der Musikschule, die aktuellen Großprojekte wie Regionale 2016, Hallenbad oder die Parkplatzsuche für den Gesundheits-Campus an, gleichzeitig räumte sie aber auch ein, dass sie nicht jedes Detail der aktuellen Themenpalette kenne. Sie erläuterte vielmehr ihre „Visionen“ von den Aufgaben einer Bürgermeisterin. „Der Amtsinhaber darf initiativ werden und moderieren, aber nicht dominieren“, so ihre Auffassung von der Amtsführung. Und: „Mir geht es um die Sache, nicht um die Parteizugehörigkeit“, sagte die Politikerin, die nach der Nominierung durch das Findungsgremium aus der CDU ausgetreten war. „Die Stärken stärken und die Schwächen überwinden“, formulierte Doris Krüger eine ihrer Visionen. Außerdem forderte sie ein „Leitbild, in dem auch der Aspekt der Nachhaltigkeit vertreten“ ist.

„Ich habe einen guten Job, und keine Geldsorgen. Ich finde unsere Stadt einfach gut. Die Stadt hat einen besseren Umgang miteinander verdient“, antwortete Doris Krüger auf die recht persönliche Frage, „was Sie antreibt, sich so etwas anzutun“.

„Wenn ich Sie überzeugt habe, dann werden Sie mir auch helfen“, zeigte sich Doris Krüger überzeugt von einer guten künftigen Zusammenarbeit. Das einstimmige Votum ohne Enthaltung belegt die Überzeugungskraft. Es gibt der Kandidatin auch Rückenwind für die nächsten Vorstellungsrunden bei der UWG (am 11. März) und der SPD.

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