Investor plant Kino und Supermarkt
„Star Wars“ in der Steverstadt

Lüdinghausen -

Die neueste Episode des Science-Fiction-Epos „Star Wars“ in 3D in Lüdinghausen – das muss kein Traum bleiben. Ende 2016 soll der Streifen in die Kinos kommen – und könnte dann auch in Lüdinghausen über die Leinwand laufen. Das zumindest kann sich Bauunternehmer Bernhard Austrup gut vorstellen. Er will an der Konrad-Adenauer-Straße neben dem Textiler Bruno Kleine kräftig investieren – immerhin zwischen sieben und zehn Millionen Euro.

Samstag, 28.02.2015, 09:02 Uhr

Die Fläche neben dem Modehaus Bruno Kleine könnte bald bebaut sein: Ein Lüdinghauser Investor möchte dort ein Kino mit fünf Sälen sowie einen Rewe-Supermarkt realisieren.
Die Fläche neben dem Modehaus Bruno Kleine könnte bald bebaut sein: Ein Lüdinghauser Investor möchte dort ein Kino mit fünf Sälen sowie einen Rewe-Supermarkt realisieren. Foto: Seiler-Rüdiger Architekten

Auf der 9800 Quadratmeter großen Fläche möchte er ein Kino mit fünf Sälen und 700 Plätzen sowie einen Supermarkt errichten. Und für beide Unternehmungen sind auch schon Betreiber gefunden, versicherte er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten . Für den Betrieb des Kinos sei das Hamburger Unternehmen K-Motion, das in Norddeutschland bereits 14 Kinos betreibt, gewonnen worden. Den Supermarkt möchte der Kölner Lebensmittel-Multi Rewe übernehmen. Er soll eine Verkaufsfläche von etwa 1600 Quadratmeter umfassen.

Das von dem Lüdinghauser Architekten Axel Rüdiger geplante Objekt soll in allernächster Zeit den Fachausschüssen des Rates vorgestellt werden. Auch Bürgermeister Richard Borgmann sind die Pläne bereits präsentiert worden. Für das Kino sind fünf eigenständige Kuben geplant, die sich um ein gemeinsames glasüberdachtes Foyer gruppieren. Der Supermarkt, der auch Platz für weitere Angebote etwa der Gastronomie bietet, wird eigenständig gleich nebenan errichtet.

„Eine reine Investition in ein Kino macht vor dem Hintergrund der Kosten in Relation zum Mietzins wirtschaftlich keinen Sinn“, begründete Bernhard Austrup die Kombination Kino und Supermarkt. Da sei „eine Quersubventionierung durch ein klassisches Gewerbeobjekt notwendig“. Wichtig sei ihm ein Ausbau des kulturellen Angebots in Lüdinghausen . „Wer sollte dagegen etwas haben?“, fragte er eher rhetorisch. Schließlich stehe ein Kino ja schon seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste vieler – vor allem auch junger – Lüdinghauser. Und: Das Kino werde sicher Magnetwirkung auf Besucher aus der Umgebung haben.

Architektonisch sollen sich Kino-Komplex wie auch Supermarkt mit einer Klinkerstruktur in die vorhandene Bebauung einpassen. Erschlossen werden soll das Gelände über eine Zufahrt über die Stadtfeldstraße unmittelbar nach dem Abbiegen von der Konrad-Adenauer-Straße. Um genügend Parkflächen zu erhalten, denkt der Investor auch über den Erwerb der gegenüberliegenden Fläche des Hauses Pals nach. Dort könnte auf drei Ebenen ein Parkdeck entstehen.

Doch das alles ist bislang noch Zukunftsmusik – auch wenn sie in vielen Ohren verlockend klingt. Zunächst müssten natürlich die politischen Gremien den Plänen zustimmen, weiß Austrup. Dann kämen noch die Verhandlungen mit der Stadt über den Grundstückserwerb. Auch für den bisher am Rand des Grundstücks angesiedelten DRK-Kindergarten – die „Rote Villa“ – müsse eine Lösung gefunden werden. Der solle ja ohnehin ins stetig wachsende Baugebiet „Höckenkamp“ umziehen.

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