Fortbildungsveranstaltung des Qualitätsverbundes Geriatrie
Baustein der Qualitätssicherung

Lüdinghausen -

Seit Dezember 2013 gibt es den Qualitätsverbund Geriatrie Nord-West-Deutschland. Von Beginn an ist auch das St.-Marien-Hospital Lüdinghausen, gemeinsam mit 35 weiteren Krankenhäusern, Rehakliniken, Ärztenetzen aus dem niedergelassenen Bereich, ambulanten Pflegediensten, Therapeuten und Altenhilfeeinrichtungen, Mitglied des Verbundes und mit Pflegedirektor Johannes Beermann zudem auch im Vorstand vertreten. Von besonderer Bedeutung ist dem Verbund die Qualifikation des Personals.

Sonntag, 01.03.2015, 13:03 Uhr

Eine in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Geriatrie e.V. entwickelte und zertifizierte Fortbildung, der „ZERCUR Geriatrie® Basislehrgang“, richtet sich speziell an bereits ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger, Therapeuten und Mediziner. Die Auftaktveranstaltung fand jetzt in Lüdinghausen statt. Insgesamt 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus acht Krankenhäusern im Münsterland wurden die wichtigsten Themen aus dem Bereich der Geriatrie in kompakter Form vermittelt.

Seinem Namen entsprechend hat es sich der mit Hauptsitz in Münster ansässige Qualitätsverbund zur Aufgabe gemacht, die Versorgungsqualität ältere Menschen weiterzuentwickeln, zu vernetzen und seine Mitglieder auf neue, umfangreichere Aufgaben vorzubereiten. Mit dem Basislehrgang und seinen insgesamt acht Schulungstagen in vier Blöcken und einem Hospitationstag werden ab sofort Mitglieder des therapeutischen Teams in der Geriatrie fortgebildet. Dieses Team besteht insbesondere aus Gesundheits- und Krankenpflegern, Ärzten, Therapeuten und Sozialarbeitern. Die Gesundheits- und Krankenpfleger werden durch die Fortbildung unter anderem zu so genannten „Assessmentpflegepersonen“ qualifiziert.

Nach Abstimmung mit anderen an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen, sorgen sie dafür, dass ein qualifizierter, auf die Patientenversorgung ausgerichteter Übergang innerhalb der Sektorengrenzen erfolgt: Ein für alle Beteiligten wichtiger Baustein im Qualitätssicherungsverfahren.

Die Auftaktveranstaltung des Basislehrgangs fand im St.-Marien-Hospital Lüdinghausen statt. Nach der Begrüßung durch Matthias Antkowiak, Referat Bildung in der St.-Franziskus-Stiftung Münster, führte Johannes Beermann in die Theorie von Alter und Altern ein. „Die pflegerischen Kenntnisse und Fertigkeiten weiterentwickeln und weiterzugeben, im Sinne eines Know-how-Transfers, das ist unser erklärtes Ziel“, so Beermann. Das bekräftigt auch Dr. Marcus Ullmann, Chefarzt des Zentrums für Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation im St.-Marien-Hospital Lüdinghausen: „Wir möchten mit dieser Maßnahme eine fachgerechte und aufeinander abgestimmte Behandlungskette für die geriatrischen und und/oder dementiell erkrankten Menschen sicherstellen“.

Nach der Mittagspause konnten sich die Teilnehmerinnen im Altenwohnhaus St.-Ludgerus-Haus und damit direkt vor Ort ein Bild über Lebenssituationen im Alter machen und sowohl mit den dort lebenden Bewohnerinnen und Bewohnern als auch mit Bernd Ader, Hausleiter im Altenwohnhaus St.-Ludgerus-Haus, ins Gespräch kommen.

Der zweite Tag startete mit Christian Wessel, Dipl. Pharmazeut, und seinem Vortrag „Aspekte der Arzneimitteltherapie bei geriatrischen Patienten“, bevor die Referenten vom Vortag, in Unterstützung von Ute Schlinger, Gesundheits- und Krankenpflegerin und pflegerische Leitung im Zentrum für Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation im St.-Marien-Hospital Lüdinghausen über Medizin und Pflege in der Frührehabilitation, Akutgeriatrie, Rehabilitation und in der Tagesklinik berichteten. Sebastian Amenda demonstrierte vor Ort besondere Hilfsmittel in der geriatrischen Rehabilitation, und mit Annegret Löffler, Sozialarbeiterin und Leiterin des Sozialdienstes im St. Marien-Hospital Lüdinghausen, berichtete abschließend eine weitere Fachfrau über ein gut funktionierendes Case-Management (Überleitungsmanagement).

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus insgesamt acht Krankenhäusern lobten die gelungene, zweitägige Auftaktveranstaltung in Lüdinghausen und hoben dabei insbesondere die Verbindung von theoretischem Wissen mit „gelebter Praxis“ hervor. Auch die Verantwortlichen im St. Marien-Hospital Lüdinghausen waren zufrieden: „Die demografische Entwicklung in Deutschland spricht eine eindeutige Sprache. Immer mehr Menschen werden künftig Leistungen der Geriatrie in Anspruch nehmen und als geriatrisches Zentrum sehen wir es als Aufgabe, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Mitglieder unseres Verbundes gut darauf vorzubereiten.“ 

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