Fraktion sprach sich einstimmig für die ehemalige CDU-Ratsfrau als Bürgermeisterkandidatin aus
UWG hebt Doris Krüger aufs Schild

Lüdinghausen -

Geheime Abstimmung? Nein, die Mitglieder der UWG-Fraktion hoben Bürgermeisterkandidatin Doris Krüger am Mittwochabend schlicht per Handzeichen aufs Schild – und zwar einstimmig. „Da warte ich aber so lange draußen“, hatte sie vorher angekündigt und so lange die erste Etage der Pizzeria in der Borgmühle verlassen. „Ich möchte, dass Sie völlig frei in ihrer Entscheidung sind“, lautete der Wunsch der ehemaligen CDU-Ratsfrau, die sich vorgenommen hat, im Namen von SPD, Grünen und UWG „das System Borgmann zu beenden“.

Freitag, 13.03.2015, 10:03 Uhr

Erfolgreich verlief ihr Antrittsbesuch bei der UWG-Fraktion am Mittwochabend. Mit Doris Krüger freuten sich: (v.l.) Rüdiger Fichtner, Susanne Wischnewski, Jürgen Berau und Rafael Borgmann.
Erfolgreich verlief ihr Antrittsbesuch bei der UWG-Fraktion am Mittwochabend. Mit Doris Krüger freuten sich: (v.l.) Rüdiger Fichtner, Susanne Wischnewski, Jürgen Berau und Rafael Borgmann. Foto: ben

Zumindest was ihre Kandidatur betrifft, ist Krüger diesem Ziel am Mittwochabend wieder einen Schritt näher gekommen. Nachdem sich bereits die Grünen Ende Februar einstimmig für die 50-Jährige ausgesprochen hatten, fehlt ihr jetzt nur noch das Votum der SPD-Fraktion. Dort wird sich Doris Krüger am 25. März vorstellen.

Inhaltlich ähnelten ihre Ausführungen in weiten Teilen den Aussagen, die sie auch bereits bei den Grünen vorgebracht hatte. Sie stehe für einen transparenten Politikstil, der nah am Bürger sei. „Und ich respektiere den Rat als gewählten Souverän, der die Interessen der Bürger wahrnimmt und deswegen auch frühzeitig und umfassend informiert werden muss.“ Bislang würden gerade bei wichtigen Projekten die Ratsmitglieder zu spät oder nur unvollständig informiert. „Es kann nicht sein, dass wir manche Fakten erst aus der Presse erfahren.“

Trotz großer Zustimmung der UWG-Mitglieder zu ihren Ausführungen, wollte Michael Jung-Donne , dann aber doch noch wissen, wie man den eigenen Wählern ihre Kehrtwende von der CDU-Frau zur UWG-Kandidatin erklären solle.

„Wissen Sie, das ist wie in einer Ehe: Man gibt nicht sofort auf, wenn es nicht gut läuft.“ Auch innerhalb der CDU-Fraktion habe es durchaus unterschiedliche Meinungen zu wichtigen politischen Themen gegeben. „Aber wenn man feststellt, dass gute Ideen verworfen werden, nur weil sie aus der falschen Partei kommen, dann muss sich in der Politik für diese Stadt etwas ändern. Und genau das möchte ich als künftige Bürgermeisterin tun.“

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