Aufführung des Cani-Literaturkurses
Nur miteinander lässt sich einiges bewegen

Lüdinghausen -

Der Literaturkurs des Gymnasiums Canisianum um Leiter Michael Leibold führte am Sonntag das Theaterstück „Ein Inspektor kommt“ in der Aula der Schule auf – und feierte eine gelungene Premiere.

Dienstag, 17.03.2015, 04:03 Uhr

Der Literaturkurs des Canisianums führte das Stück „Ein Inspektor kommt“ auf (v.l.): Lennart Thürmer als Eric Birling, Hendrik van Elst als Mr. Birling, Caroline Kuhn als Sheila Birling, Lukas Engelkamp als Mr. Gerold Croft und Gregor Pastoors als Inspektor Goole.
Der Literaturkurs des Canisianums führte das Stück „Ein Inspektor kommt“ auf (v.l.): Lennart Thürmer als Eric Birling, Hendrik van Elst als Mr. Birling, Caroline Kuhn als Sheila Birling, Lukas Engelkamp als Mr. Gerold Croft und Gregor Pastoors als Inspektor Goole. Foto: ezh

„Am Ende ist die Botschaft, dass wir nur miteinander etwas bewegen oder verändern können, weil alles oder jeder mit jedem zusammen hängt, so sagt der Autor“, erklärt Michael Leibold , Leiter des Literaturkurses am Canisianum. Und genau darum geht es auch in dem Stück des englischen Schriftstellers John B. Priestley, das er nach dem Zweiten Weltkrieg geschrieben hatte. Priestley wollte thematisieren, dass die Menschen zu der Zeit in die falsche Richtung gedacht, ihre Augen vor den offensichtlichen Problemen verschlossen haben. „Zum Beispiel dachten sie damals, die Titanic sei unsinkbar“, sagt Leibold.

Exakt das passiert auch am Ende des Stückes, das das Jahr 1912 beschreibt und im fiktiven „Brumley“, einer Industriestadt in den Northern Midlands, spielt. Mr. Arthur Birling , gespielt von Hendrik van Elst, ist Fabrikbesitzer, jahrelanges Mitglied des Stadtrates und ehemaliger Oberbürgermeister. Das Wohlergehen seiner Mitarbeiter interessiert ihn nicht; ihm geht es nur um eines: Profit. „Für niedrige Lohnkosten und hohe Preise“, sagt Birling beim abendlichen Dinner mit der Familie. Nur seine Tochter Sheila, gespielt von Caroline Kuhn, möchte die Augen nicht verschließen. Sie ist mit ihren jungen Jahren intelligent genug, um die Missstände zu erkennen.

Vor allem die Streitgespräche zwischen dem hochnäsigen Arthur Birling und dem Inspektor Goole, gespielt von Gregor Pastoors, entlockten den etwa 200 Zuschauern zahlreiche Lacher. Goole ermittelt im Fall „Eva Smith“ und überrascht die Familie am Abend, als Mr. Gerald Croft, gespielt von Lukas Engelkamp, um die Hand von Sheila Birling anhält. Während sich Sohnemann Eric Birling, gespielt von Lennart Thürmer, fortlaufend mit Port betrinkt, entlockt der Inspektor der Familie wichtige Informationen im Suizid-Fall der aus der unteren sozialen Schicht stammenden Eva Smith. Arthurs Ehefrau, Mrs. Sybil Birling, wird von Saskia Bücker; das Hausmädchen Edna von Jule Zentek gespielt. Für die musikalische Untermalung der Aufführung sorgten Pia Fuchs, Annika Malkemper und Leonie Stapel.

Neben den schauspielerischen Leistungen dürfen jedoch nicht die fleißigen Helfer vergessen werden, die die technische und visuelle Umsetzung erst ermöglichten. Der Dank der Schüler galt daher nicht nur Michael Leibold, sondern auch den vielen Helfern und Unterstützern im Hintergrund.

Wer es am Sonntag nicht in die Aula der Schule geschafft hat, bekommt am Sonntag (22. März) um 19 Uhr eine zweite Chance. Die Karten für die zweite Aufführung sind im Schulbüro und bei „Guido Eichler Tabakwaren und Lotto“, Langenbrückenstraße, erhältlich. Der Eintritt kostet im Vorverkauf fünf, an der Abendkasse sechs Euro.

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