Auszubildende des Berufskollegs entwerfen Skulptur:
Symbol für das Ehrenamt

Lüdinghausen -

Zwei Halbbögen, die sich zu einem Kreis ergänzen, und zwischen ihnen ein drehbarer Würfel: So sieht die Ehrenamtsskulptur aus, die ihren Platz im Parc de Taverny finden soll. Auszubildende des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs hatten im Rahmen eines Projekts das drei Meter hohe Gebilde entworfen. Ehe sie nach den Osterferien mit der Fertigung beginnen werden, stellten die vier Jugendlichen am Mittwochabend ihre Entwürfe im Rathaus vor.

Sonntag, 29.03.2015, 12:03 Uhr

Die Ehrenamtsskulptur ist ihr Projekt: Daniel Waltering (v.l.), Andre Beerhorst, Justin Harris, Maximilian Ernst zeigen ihren Entwurf und ein Modell der drei Meter hohen Skulptur.
Die Ehrenamtsskulptur ist ihr Projekt: Daniel Waltering (v.l.), Andre Beerhorst, Justin Harris, Maximilian Ernst zeigen ihren Entwurf und ein Modell der drei Meter hohen Skulptur. Foto: nit

Im Vergleich zum normalen Arbeitsalltag hätten sie „viel mehr Verantwortung“ bei ihrem Projekt, berichtete der angehende Metallbauer Andre Beerhorst. Und Klassenkamerad Justin Harris ergänzte: „Für mich war neu, von vornherein dabei zu sein.“ Während der Unterrichtsreihe „Gestalten im Handwerk“ lernen die Auszubildende den gesamten Produktionsprozess kennen – vom Kundenkontakt über Entwurf und Materialbestellung bis zur Fertigung. „Normalerweise baut man nach Zeichnung“, erklärte Daniel Waltering . Um ihre Ideen zu verwirklichen, mussten er und sein Azubi-Kollege Maximilian Ernst nun zum Beispiel schauen, welche Bauelemente in Frage kommen, damit der Würfel frei schwingbar zwischen den Halbbögen hängt.

In den Würfel möchten die Jugendlichen Puzzleteile einarbeiten. Jedes Teil steht für eine Institution, deren Mitglieder sich mit ehrenamtlicher Arbeit in das Gemeinschaftsleben der Stadt einbringen. „Bei dem Begriff ‚ Ehrenamt ‘ fiel mir zuerst der Zusammenhalt ein“, so Andre Beerhorst, der selbst bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig ist. Bezüglich der Skulptur habe er sofort gedacht: „Es muss etwas sein, was ineinander greift.“ Die Umsetzung ist den Auszubildenden mit den Puzzleteilen und den zwei unterschiedlich großen Bögen, die sich zu einem Kreis vervollständigen, gleich doppelt gelungen.

Mit Hilfe seitens ihres Lehrers Frederik Schaube und der Stadt überarbeiteten die Vier immer wieder ihren Entwurf bis zur endgültigen Version, die sie Bürgermeister Richard Borgmann und Andreas Geiping von der Sparkasse Westmünsterland, die das Projekt bezuschusst, präsentierten. So mussten sie Sicherheitsaspekte beachten. Auch änderten sie ihre ursprüngliche Materialwahl. Statt aus Edelstahl bestehen die Halbbögen nun aus Cortenstahl. Dieser ist witterungsbeständig und hat zugleich einen „Rost-Look“. „Das sieht besser aus“, fand der angehende Konstruktionsmechaniker Justin Harris.

Sobald auch der Statiker sein „okay“ gibt, können die Jugendlichen mit der eigentlichen Fertigung im Ausbildungsbetrieb von Justin, der Sendener Firma Kreyenborg Plant Technology, beginnen. Im Mai oder Juni soll das drei Meter hohe Symbol für ein vielfältiges und ehrenamtliches Engagement in der Stadt dann bei einer Werksschau im Berufskolleg gezeigt werden.

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