Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling informierte sich:
Eine Menge Energie sparen

Lüdinghausen -

Das Thema „Energiearmut“ betrifft immer mehr sozialschwache Haushalte. Gemeint ist damit, dass steigende Energiekosten ein immer größeres Loch in die Geldbörsen von Sozialhilfeempfängern und Niedrigverdienern reißen. Genau diese Menschen spricht nun ein Projekt der Caritas an, das auch vom Coesfelder Kreisverband in Zusammenarbeit mit der Lüdinghauser Kirchengemeinde St. Felizitas umgesetzt wird. „Stromspar-Check PLUS“ heißt die Initiative, bei der Ehrenamtliche in die betreffenden Haushalte kommen und eine kostenlose Energieberatung leisten. „Dabei kann eine Menge Energie gespart werden, das schont Geldbeutel und Umwelt“, erklärte Projektleiter Christian Kurz.

Donnerstag, 02.04.2015, 13:04 Uhr

Diskutierten über den Stromspar-Check: Michael Kertelge, André Bußkamp, Karl Schiewerling, Margret Pernhorst, Vinzenz Mersmann und Christian Kurz
Diskutierten über den Stromspar-Check: Michael Kertelge, André Bußkamp, Karl Schiewerling, Margret Pernhorst, Vinzenz Mersmann und Christian Kurz Foto: Caritas

Die Caritas-Vertreter aus dem Kreis berichteten beim Treffen mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling (CDU) davon, dass immer mehr Menschen ihre Strom- und Gasrechnungen nicht mehr bezahlen können. Gerade Sozialhilfeempfänger würden oft Stromschulden anhäufen, bei manchen würde der Strom sogar ganz abgestellt, wenn sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können.

Um solchen Fällen vorzubeugen, schult die Caritas seit dem vergangenen Jahr sogenannte Stromsparhelfer (die WN berichteten). Diese ehrenamtlichen Helfer kommen in Haushalte von Betroffenen und erstellen eine erste Übersicht über die versteckten Stromfresser wie Fernseher oder Kühlschrank. „Das Projekt hat präventiven Charakter“, betont Caritas-Ressortleiter André Bußkamp, „wir wollen helfen, bevor Menschen ohne Strom oder Gas dastehen.“ Aus diesem Grund finanziert die Initiative – für den Empfänger komplett kostenlos – Sparartikel wie Energiesparlampen oder abschaltbare Steckdosenleisten im Wert von 70 Euro. „Mit diesen Mitteln können wir einen Vierpersonenhaushalt schon sehr gut ausstatten und im Jahr so etwa 150 Euro an Energiekosten einsparen“, berichtet Christian Kurz aus Erfahrung.

Für einen Stromspar-Check PLUS anmelden können sich Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe , eines Kinderzuschlages, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Inhaber eines lokalen Sozialpasses, Personen, deren Einkommen unter dem Pfändungsfreibetrag liegt und Rentner mit geringem Einkommen. „Das ist wirklich eine exzellente Aktion“, fand MdB Karl Schiewerling. Er will sich nun in Berlin für eine weitere Förderung einsetzen.

 

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