Lions-Club zeigte sich spendabel:
22 000 Euro für die Jugend

Lüdinghausen -

Auf 22 000 Euro belief sich der Erlös aus dem Verkauf des Adventskalenders. Jetzt brachte der Lions-Club Lüdinghausen dieses Geld „unters Volk“. Zum dritten Male wurde der Jugendsozialpreis an verschiedene Organisationen zur Förderung der Jugendarbeit übergeben.

Samstag, 11.04.2015, 15:04 Uhr

Begeistert waren die Vertreter der Jugendorganisationen über die „Geldspritzen“, die ihnen die Lions-Vertreter (obere Reihe) überreichten.
Begeistert waren die Vertreter der Jugendorganisationen über die „Geldspritzen“, die ihnen die Lions-Vertreter (obere Reihe) überreichten. Foto: mib

„Der Lions Club Lüdinghausen ist stolz, engagierten Gruppen den Jugendsozialpreis 2015 zu überreichen. Wir wünschen Ihnen mit dem Geld viel Freude und dass sie Ihre Ziele erreichen“, sagte Manfred Pape, Activitybeauftragter des Clubs, bei der Preisverleihung im Hotel „Zur Post“ am Donnerstagabend.

Der Lions Club hat mit seinen 5000 verkauften Adventskalendern nicht nur über 400 Gewinnern eine große Freude bereitet. Aus dem Erlös wurden 22 000 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit ausgeschüttet. Der Jugendsozialpreis wurde zum dritten Mal vergeben. „Damit wollen wir das vielfältige Engagement von Jugendlichen und Kindern würdigen. Oberstes Ziel ist es, das vorhandene, aber oft nicht wahrgenommene Engagement von Kinder- und Jugendgruppen öffentlich zu machen und durch finanzielle Hilfe zu stärken. Einige Preisträger erhalten schon zum zweiten Mal eine finanzielle Unterstützung für ihre Arbeit. Um neues Potenzial zu erschließen, werden wir die Kriterien spezifizieren“, sagte Josef Kersting, der die Urkunden an die Preisträger überreichte.

Mit der Auszeichnung will der Lions Club noch mehr junge Leute motivieren und sie erfahren lassen, dass es Spaß macht, sich in einer Gruppe für soziale Belange einzusetzen. Diese Leistung soll mit Geld- und Sachpreisen belohnt und zugleich die finanzielle Basis geschaffen werden, um noch Größeres zu erreichen.

Von den acht Preisträgern des Jugendsozialpreises stellten die „Dorfranderholung“ Seppenrade, die 1000 Euro erhält, und die Realschule Lüdinghausen, die sich über 500 Euro freuen darf, ihre Projektarbeiten näher vor. „Schöne Ferientage für alle Kinder“ lautet seit 33 Jahren das Motto der „Dorfranderholung“, wie Frank Bücker erläuterte. Es soll nach Möglichkeit kein Kind wegen fehlender finanzieller Mittel zu Hause bleiben müssen. „Mein Wunsch ist mehr Unterstützung und weniger Bürokratie, da es aufgrund der Auflagen, wie der ,Juleica‘, dem Jugendleiterschein, immer schwerer wird, Jugendleiter zu finden“, so Bücker. Schulleiterin Astrid David stellte die „Indienhilfe“ der Realschule vor. Damit soll das Schicksal vieler Kinder in Indien, die in Haushalten arbeiten müssen, verbessert und geändert werden. „In einer Themenwoche wird im Unterricht, durch Ausstellungen und durch Referenten auf die Lage der Kinder hingewiesen und die Schüler über die Arbeit der Indienhilfe informiert. Für dieses Jahr ist auch wieder ein Sponsorenlauf geplant“, sagte Astrid David.

Auch die sechs anderen Preisträger erklärten kurz, wofür die Spende des Lions Clubs Verwendung finden soll. Das Jugendrotkreuz, die Jugendabteilung des SC Union 08 und die Messdiener St. Ludger möchten mit den 500 Euro, die sie erhielten, ihre Gruppenräume verschönern. Die Jugendfeuerwehr will die 500 Euro für das Sommerlager in Hooksiel verwenden. Die DLRG wird von ihren 500 Euro Rettungsmittel für das J-E-T (Jugendeinsatzteam) anschaffen, das in den Ferien als Rettungsschwimmer an der Nord- und Ostsee im Einsatz ist. Auch die Stadtranderholung erhielt 500 Euro.

Außerhalb des Jugendsozialpreises wurden der Musikschule Lüdinghausen 1000 Euro für eine Probereise nach Greifswald, der Jugend des Tennisclubs Blau-Gold Lüdinghausen für den Aufbau eines Jugendcamps 500 Euro und an die Offene Jugendarbeit OJA Ascheberg 2000 Euro überwiesen (Bericht Seite Ascheberg).

Weitere Geldmittel (3000 Euro für ein Gutscheinobjekt, mit dem benachteiligte Familien unterstützt werden, und 1000 Euro für den Integrationsfonds, Soforthilfe für Migranten) flossen dem Sozialdienst katholischer Frauen(SKF), 1500 Euro dem Verfügungsfonds des Arbeitskreises Asyl, 3500 Euro für die Hausaufgabenhilfe und Übermittagsbetreuung dem Schülercafé Blaupause und 5000 Euro den pädagogischen Kinder-und Jugendprogrammen in Schulen und Kindergärten, wie Lions Quest, Klasse 2000 und Kindergarten plus zu.

 

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