K-Motion-Betreiber wollen Kino schon im Herbst 2016 eröffnen
80 000 Besucher werden erwartet

Lüdinghausen -

Die Pläne sind ambitioniert. Schon im Herbst 2016 möchten Ma­thias Kemme und Christof Gläser ein Kino in der Steverstadt eröffnen, erklärten sie am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus. Errichtet werden soll es auf dem Grundstück neben dem Textilhaus Bruno Kleine an der Konrad-Adenauer-Straße. Investor des Komplexes ist der Lüdinghauser Bauunternehmer Bernhard Austrup (WN berichteten). Der will auf der rund 10 000 Quadratmeter umfassenden Fläche zudem einen Supermarkt bauen, der von der Rewe-Gruppe betrieben wird.

Dienstag, 14.04.2015, 19:04 Uhr

Ihre Pläne für ein neues Kino mit fünf Sälen in der Steverstadt stellten die beiden K-Motion-Geschäftsführer Mathias Kemme (2.v.l.) und Christof Gläser (2.v.r.) im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Bürgermeister Richard Borgmann (l.) und dem städtischen Wirtschaftsförderer Armin Heitkamp vor.
Ihre Pläne für ein neues Kino mit fünf Sälen in der Steverstadt stellten die beiden K-Motion-Geschäftsführer Mathias Kemme (2.v.l.) und Christof Gläser (2.v.r.) im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Bürgermeister Richard Borgmann (l.) und dem städtischen Wirtschaftsförderer Armin Heitkamp vor. Foto: Seiler-Rüdiger Architekten, wer

Kemme und Gläser sind ebenso wie Bürgermeister Richard Borgmann zuversichtlich, diesen Zeitplan auch einhalten zu können. Mit den im Rat vertretenen Parteien sei bereits ein interfraktionelles Gespräch geführt worden, so Borgmann. Das habe ihn positiv gestimmt. Auch die künftigen Betreiber zeigten sich zufrieden: Ihre Idee sei „konstruktiv aufgenommen“ worden und die Resonanz bislang durchweg positiv. Auch die Ansiedlung eines Supermarktes bezeichnete Borgmann als „sehr realistisch“.

Mathias Kemme und Christof Gläser sind Kino-Experten. Sie betreiben bereits 14 Lichtspielhäuser in Schleswig-Holstein , Niedersachsen und den neuen Bundesländern, allesamt in Städten mit weniger als 100 000 Einwohnern, unter anderem in Schleswig, Brandenburg, Stendal und Hameln. „Das Kino lebt“, sagte Kemme – allen Unkenrufen zum Trotz. In Lüdinghausen soll ein Kino mit fünf Sälen und insgesamt 735 Plätzen entstehen. In das Innenleben des Kinos wollen die Betreiber rund 1,5 Millionen Euro investieren. Geplant hat die Anlage der Lüdinghauser Architekt Axel Rüdiger. „Wir sind von dem Konzept überzeugt“, erklärte Christof Gläser. Kalkuliert werde mit einer Besucherzahl von etwa 80 000 pro Jahr.

Auch mit dem Investor seien die Gespräche weit gediehen. „Wir sind uns über die Konditionen einig“, bestätigte der K-Motion-Geschäftsführer. Das Kino solle keine Eintagsfliege sein. Der Mietvertrag soll zunächst auf 15 bis 20 Jahre angelegt sein. „Wir glauben an den Standort“, bekräftigte Mathias Kemme das Engagement der in Hamburg ansässigen Betreiber. K-Motion erwirtschaftet nach eigenen Angaben an seinen 14 Standorten einen Umsatz von circa 20 Millionen Euro pro Jahr. Im vergangenen Jahr kamen 1,8 Millionen Besucher in die Kinos des Unternehmens, das 260 Mitarbeiter beschäftigt. In Lüdinghausen sollen es etwa 15 bis 20 werden.

Das neue Kino bedeute eine deutliche Aufwertung und Stärkung für die Lüdinghauser Innenstadt, betonte Richard Borgmann. In Sachen Freizeit sei die Stadt bisher unterversorgt. Mit einem Kino werde sich das ändern, ist der Bürgermeister überzeugt. Die Suche nach einem Investor für das Projekt sei nicht einfach gewesen. Von dessen Erfolg zeigte er sich aber überzeugt.

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